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Bild: Bodentiefe Fenster im Eigenheim

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Neue Fenster einbauen lassen - Ihr professioneller Ratgeber

Moderne Fenster sollen unter anderem vor sämtlichen Witterungsbedingungen schützen, Einbrechern widerstehen und Schall abschirmen - die Liste der Anforderungen ist lang. Schließlich gehören Fenster zu den wichtigsten Gebäudeteilen. Sie sollen möglichst viel Licht hineinlassen, gleichzeitig aber vor Einflüssen von außen schützen.

Das für Ihre individuelle Situation passende Fenster zu finden, benötigt einen kompetenten Partner an Ihrer Seite. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie neue Fenster kaufen und einbauen lassen möchten, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Informieren Sie sich jetzt umfassend über Aspekte wie Verglasungen, Materialien und Kosten inklusive möglicher Förderungen.

Inhalt


    Warum neue Fenster einbauen lassen?

    Bild: Ein neues Fenster für die energetische Sanierung
    Neue Fenster tragen dazu bei, dass der Energieverbrauch langfristig deutlich geringer wird. | © Antoha713 / shutterstock.com

    Oft stammen Fenster noch aus der Zeit, in der das Haus gebaut wurde. Mit den steigenden Anforderungen ist das Bauelement Fenster kontinuierlich weiterentwickelt worden, sodass ein Fenster heute eine Vielzahl an Funktionen vereint. Die 3-fach Verglasung ist inzwischen Standard für hochwertige Modelle.

    Abgesehen von optimierter Schalldämmung und verbessertem Einbruchschutz gibt es mittlerweile auch intelligente Fenster, die selbstständig die Belüftung oder den Sonnenschutz steuern können. Die Smart-Home-Technologie ermöglicht es Ihnen sogar, Ihr Haus oder die Fenster komplett digital zu vernetzen. Spätestens wenn Sie Probleme mit Lärm, Wärmebrücken (beschlagene Fenster) oder spürbarer Zugluft haben, sollten Sie handeln.

    Im Rahmen einer Sanierung empfiehlt sich oftmals auch, Ihre alten Fenster auszutauschen. Eine neue Dämmung allein nützt Ihnen beispielsweise wenig, wenn die Beschaffenheit der vorhandenen Fenster und Türen nicht darauf abgestimmt ist. Neue Fenster helfen Ihnen dabei, Energie einzusparen und damit die Heizkosten zu senken.

    Das Wichtigste in Kürze

    Es gibt zahlreiche Dinge, auf die Sie bei der Wahl des neuen Fensters achten sollten. Bevor wir in den folgenden Abschnitten im Detail darauf eingehen, geben wir Ihnen hier eine erste Kompaktübersicht.

    Das sollten Sie bedenken

    Neue FensterErläuterung
    Wann sind sie sinnvoll?Bei konkreten Problemen mit den alten Fenstern oder bei einer Gesamtsanierung
    Was kosten neue Fenster?Abhängig von der Art der Fenster
    Rund 500 € für Kunststofffenster mit 2-fach Verglasung, bis 1.000 € für Holz-Alu-Fenster mit 3-fach Verglasung
    Förderung für FensterZuschuss BEG – Bundesförderung für effiziente Gebäude vom BAFA: 20 % der Sanierungskosten
    Zudem Steuererstattungen bei den Handwerker-Kosten
    Welches Material wählen?Holz, Aluminium, Kunststoff oder eine Kombination daraus - je nach Geschmack oder Budget
    Grundlegende Anforderungen werden von allen Materialien erfüllt
    Passende VerglasungSollte auf die übrige Gebäudedämmung abgestimmt sein
    Z. B. normale Dämmung: 2-fach Verglasung, sehr gute Dämmung: 3-fach Verglasung
    Fenster im NeubauHohe Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes
    Daher hochwertige Fenster mit 3-fach Verglasung empfohlen
    Fenster im AltbauBeim ausschließlichen Fenstertausch ist eine 2-fach Verglasung meist ausreichend, eine Kombination mit einer neuen Dämmung jedoch empfehlenswert

    Die Frage, was neue Fenster inklusive Einbau kosten, ist immer abhängig von Ihrer individuellen Situation vor Ort und der Ausstattung, die Sie für Ihre Fenster wählen. Ausschlaggebend sind z. B. die Größe, die gewünschte Beschaffenheit und das Material, aus dem die Fenster sind. Um Ihnen eine erste Einschätzung zu ermöglichen, haben wir drei praxisnahe Beispiele für den Fenstertausch zusammengestellt.

    Kosten-Beispiele aus der Praxis

    FensterFörderungKosten mit Einbau & Förderung
    Beispiel 1: Einzelmaßnahme Fenstertausch im unrenovierten Altbau, 12 Kunststofffenster mit 2-fach Verglasung2.040 € (BEG 20%)Kosten: 10.200 € abzüglich 2.400 € Förderung= 8.160 €
    Beispiel 2: Fenstertausch im Rahmen einer Gesamtsanierung, 12 Fenster mit 3-fach VerglasungMax. 45 % (54.000 €) KfW 461Sanierung zu einem KfW Effizienzhaus 100: 120.000 € inkl. Fenstertausch abzgl. Max. 33.000 (27,5 %) = 87.000 €
    Beispiel 3: Fenster im Neubau als Teil eines Effizienzhauses, 12 Fenster mit 3-fach VerglasungBis zu 37.500 € Zuschuss KfW 461Effizienzhaus 40 Plus: 150.000 € inkl. Fenstertausch abzgl. max. 37.500 € 25 % = 112.500 €

    Wirtschaftlichkeit und Energieeinsparungen

    Bild: Neue Fenster sorgen für eine Energieeinsparung
    Beim Fenstertausch sollten Sie immer auf einen Fensterbau-Fachbetrieb zurückgreifen. | © Yuriy Golub / shutterstock.com

    Hochwertige Fenster tragen bei korrektem Einbau einen großen Teil zu hohen Energieeinsparungen bei. Die Gebäudehülle wird durch hochwertige Fenster deutlich besser abgedichtet, da die Bauelemente weniger wärmedurchlässig sind. In einem schlüssigen Gesamtkonzept können Sie beim Austausch aller Fenster und Türen bis zu 10 Prozent Ihrer jährlichen Heizkosten einsparen.

    Je höher Ihre aktuellen Heizkosten sind, desto eher amortisieren sich die neuen Fenster. In einem mäßig sanierten Altbau dauert es etwa 6 bis 10 Jahre, bis sich Ihre Investition ausgeglichen hat. Bei richtiger Planung und Durchführung durch einen Fachbetrieb ist der Tausch Ihrer Fenster wirtschaftlich von großem Vorteil.


    Das richtige Fenster wählen

    Worauf Sie bei Fenstern achten sollten, um ein gutes Produkt zu erhalten? Nachfolgend haben wir einige wichtige Qualitätsmerkmale von Fenstern aufgelistet. Achten Sie beim Kauf neuer Fenster besonders auf diese Qualitäts-Indikatoren:

    • RAL-Gütezeichen – das Qualitätsversprechen für Ihr Fenster
    • Hochwertiges Material und zuverlässige Mechanik
    • Made in Germany

    Das RAL-Gütezeichen garantiert eine hohe, gleichbleibende Qualität. Kaufen Sie ein ungeprüftes Fenster ohne RAL-Zeichen, kann es sein, dass schon nach wenigen Jahren wieder neue Fenster benötigt werden. Hochwertige Fenster haben eine Lebensdauer von 30 Jahren und mehr. Auch für die Montage der Fenster gibt es spezielle RAL-Richtlinien. Wenn Sie einen Handwerker wählen, der mit dem RAL-Gütezeichen für die Montage von Fenstern und Türen zertifiziert ist, haben Sie noch mehr Sicherheit in puncto Lebensdauer sowie Dichtigkeit und Wärmedämmung, da dieser verpflichtet ist, sich an die entsprechenden Vorgaben zu halten.

    Neben den erwähnten Qualitätsmerkmalen gibt es bei professionellen Fenster-Anbietern eine große Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten und Designs. Jedes Fenster wird individuell für Sie maßgefertigt - ob für die Altbausanierung von Fachwerkhäusern, die Modernisierung von Gründerzeitvillen oder Ihren Neubau. Gestalten Sie Ihre neuen Fenster in Farbe, Form und Öffnungsart, wie es zu Ihrem Haus am besten passt. Mit Stilelementen, wie beispielsweise Sprossen, können sie die Optik Ihrer Fenster weiter aufwerten.

    Materialien für Fensterrahmen

    Für Fensterrahmen bzw. Fenster im Ganzen stehen unterschiedliche Materialien zur Verfügung, die sich vor allem im Preis unterscheiden. Zwar haben die Materialien durchaus unterschiedliche Eigenschaften, aber bei einer entsprechenden Bauweise lassen sich gewisse Eigenarten auch ausgleichen.

    Der Klassiker ist das pflegeleichte Kunststofffenster. Wer es exklusiver mag, kann sich für ein hochwertiges Holzfenster entscheiden. Es hat eine einmalige Optik und ist besonders wärmedämmend. Holz-Alu-Fenster kombinieren einen Holzrahmen innen und eine witterungsbeständige Aluminiumvorsatzschale außen. Sie vereinen den Anspruch von wohligem Innendesign mit der Witterungsbeständigkeit von außen.

    Die passende Verglasung

    Gängige Fensterverglasungen sind 2- und 3-fach Verglasung. Bei diesen Mehrfachverglasungen befindet sich zwischen den Scheiben ein gut isolierendes Edelgas wie Argon oder Krypton. Je mehr Scheiben das Fenster hat, desto besser isoliert es. Welche Verglasung für Ihre Fenster die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der möglichen Bautiefe der Fensterrahmen und den Anforderungen, die die Verglasung erfüllen soll, ab. Die Fachhandwerker von SoBauenProfis beraten Sie hier gerne ausführlich.

    Als Orientierung gilt, dass eine 3-fach Verglasung in der Regel über eine bessere Wärmedämmung verfügt. Aber auch moderne 2-fach Verglasungen können schon ausreichend sein, um die Energieeffizienz Ihres Hauses zu steigern. Doch nicht nur im Hinblick auf die Wärmedämmung sollten Sie die Verglasung Ihrer neuen Fenster wählen. Je nach Lage des Fensters können Sie eine einbruchhemmende Verglasung wählen, die aus besonders bruchsicherem Glas besteht, oder eine Schallschutzverglasung, die dafür sorgt, dass der Lärm draußen bleibt.

    Öffnungsmechanismen

    Bild: Ein Dreh-Kipp-Fenster im Eigenheim
    Im Eigenheim sind oft Dreh-Kipp-Fenster verbaut, welche sich nach innen öffnen lassen. | © ninimf / shutterstock.com

    Auch in Sachen Öffnungsmechanismus von Fenstern gibt es Unterschiede. Sofern es sich nicht um eine Festverglasung handelt, können Fenster beispielsweise gedreht, gekippt, geschoben oder geklappt werden. Je nach zur Verfügung stehendem Platz kann eine entsprechende Öffnungsart gewählt werden. Schiebeelemente und auswärtsöffnende Fenster haben beispielsweise den Vorteil, dass das Fenster geöffnet werden kann, ohne dass die Fensterbank abgeräumt werden muss.

    In Einfamilienhäusern sind am häufigsten Dreh-Kipp-Fenster verbaut, die auf zweierlei Art geöffnet werden können. Zum einen können sie über die Drehfunktion weit aufgestellt werden. Zum anderen erlaubt die Kippfunktion eine kleinere Öffnungsweite der Fenster, um frische Luft in den Raum zu lassen.


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    Einbruchschutz, Sonnenschutz und Co.

    Bei neuen Fenstern spielen immer auch Schutzfunktionen eine große Rolle. Das Fenster soll bestimmte Dinge abschirmen und nicht in den Wohnraum hereinlassen. Dabei kann es sich sowohl um direkte Sonneneinstrahlung als auch um ungebetene Gäste, wie z. B. Einbrecher, oder laute Geräusche von der anliegenden Hauptverkehrsstraße handeln.

    Der Aufpreis für Einbruchschutz, Sonnenschutz und Insektenschutz ist meist moderat und die Auswahl ist groß. So können Sie sich für die Lösung entscheiden, die für Sie am besten passt. Fenster in Südlage können Sie beispielsweise mit Rollläden als Sonnenschutz ausstatten. Für Fenster im Erdgeschoss mit direkter Zugangsmöglichkeit empfiehlt sich eine erhöhte Sicherheitsausstattung.

    Zusätzlicher Komfort für Ihre Fenster

    Extras für FensterErläuterungKosten (Aufpreis)
    EinbruchschutzJe nach Widerstandsklasse hält das Fenster dem Einbrecher eine bestimmte Zeit lang stand. + 150 - 1.500 € pro Fenster
    SonnenschutzZ. B. als Rollladen, integriertes Rollo, Plissee oder als Tönungsfolie erhältlich + 750 € pro Fenster
    InsektenschutzZ. B. als Insektenschutzrollo auf Maß, im Spannrahmen oder mit Magnethalterung+ 250 € pro Fenster
    SchallschutzEine höhere Schallschutzklasse (SSK) bedeutet mehr Lärmschutz. Mit neuen Fenstern kann z. B. die SSK um zwei Stufen erhöht werden.+ 50 - 1.200 € pro Fenster
    Automatische LüftungZ. B. als nachrüstbare Fensterfalzlüftung+ 200 - 1.000 € pro Fenster
    BarrierefreiheitZ. B. durch Schalter, die auch im Sitzen bedient werden können und das Fenster motorbetrieben öffnen/schließen+ 150 - 1.000 € pro Fenster
    AutomationZ. B. mit Motor zum Öffnen/Schließen des Fensters, mit Steuerung des Rollos per Sensor oder Smart-Home-Steuerung per Handy-App+ 200 - 1.000 € pro Fenster

    Einbruchschutz

    Einbruchschutz und Sicherheit spielen bei neuen Fenstern eine wichtige Rolle. Speziell auf den Rahmen kommt es an, denn statistisch gesehen werden deutlich mehr Fenster aufgebrochen als Scheiben eingeschlagen. In Deutschland regelt die Norm DIN EN 1627 die Anforderungen an ein Fenster in Sachen Einbruchschutz. Eingeteilt in die Widerstandsklassen RC1 bis RC6 halten Fenster einem Aufbruchversuch zwischen 3 und 20 Minuten stand. Die meisten Einbrecher brechen ihren Versuch aber nach etwa 2 bis 5 Minuten ab, wenn dieser bis dahin nicht erfolgreich war.

    Sonnenschutz

    Auch der Sonnenschutz ist ein nicht zu vernachlässigendes Thema. Gewöhnlich möchte man möglichst viel Licht in seinem Wohnraum haben. Direkte Sonneneinstrahlung kann aber auch störend sein. Für den Fall empfiehlt sich ein professioneller Sonnenschutz. Am besten eignen sich Rollläden, die manuell bedient werden oder mit einer automatischen Steuerung ausgestattet werden können. Mit Rollläden können Sie verhindern, dass sich Ihre Räume durch zu eine hohe Sonneneinstrahlung unangenehm aufheizen. Zudem bieten sie einen optimalen Sicht- und Blendschutz.

    Bild: Ein Fenster im Eigenheim mit Sonnenschutz
    Sonnenschutz-Fenster schützen Sie vor blendenden Sonnenstrahlen. | © Dariusz Jarzabek / shutterstock.com

    Insektenschutz

    Der Insektenschutz fürs Fenster besteht in der Regel aus einem Fliegengitter. Unterschiede beschränken sich im Wesentlichen auf die Art der Anbringung. Es gibt Insektenschutzgitter, die im Rollladenkasten integriert sind, solche, die auf den Fensterrahmen aufgesetzt oder eingeklemmt werden, und welche, die mit einem Magnetsystem befestigt sind. Sie alle haben eines gemeinsam: Es ist möglich, frische Luft in den Raum zu lassen, ohne dass Fliegen, Mücken und andere Insekten mit hereinkommen - vor allem an lauen Sommerabenden erhöht dies Ihren Komfort.

    Schallschutz

    Insbesondere wenn Sie in der Stadt oder in der Nähe vielbefahrener Straßen wohnen, ist auch der Lärmschutz ein wichtiger Aspekt, den Sie bei der Ausstattung Ihrer neuen Fenster beachten sollten. Die Schalldämmung von Fenstern wird nach der VDI-Richtlinie 2719 in sechs Schallschutzklassen von SSK1 bis SSK6 angegeben, wobei SSK1 am wenigsten gut den Schall dämmt, SSK6 am besten. Allerdings muss das Fenster für eine gute Schalldämmung nicht nur entsprechend konstruiert, sondern auch sorgfältig vom Handwerker eingebaut worden sein, damit auch die Fuge zwischen Wand und Fenster so abgedichtet ist, dass der Lärm nicht in Ihr Heim eindringen kann.


    Die passende Lüftung

    Fenster können mit einer permanenten Lüftung ausgestattet werden. Diese ist notwendig, um ein gesundes Wohnklima mit frischer, sauerstoffhaltiger Luft zu garantieren. Um einen ausreichenden Luftaustausch zu ermöglichen, können Fenster mit entsprechenden Fensterlüftern ausgestattet werden. Der größte Vorteil: Es kann nicht mehr falsch gelüftet werden - das Risiko von Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden wird so erheblich verringert. Je nach Anforderung stehen verschiedene Fensterlüftungen für unterschiedliche Luftvolumenströme zur Verfügung.

    Sogenannte Fensterfalzlüftungen sind kaum sichtbar und ermöglichen einen nutzerunabhängigen Luftaustausch. Für besonders hohe Ansprüche gibt es intelligente Lüftungselemente, die beispielsweise nur dann öffnen, wenn es wirklich nötig ist - etwa wenn der zugehörige Feuchtesensor die Notwendigkeit erkennt. Alternativ können Sie natürlich auch einfach eine Lüftungsanlage für das ganze Haus nutzen, was besonders in Neubauten immer mehr zum Standard wird, um Energieverluste durch falsches Lüften zu minimieren.

    Barrierefreiheit für Fenster und Türen

    Bild: Ein barrierefreies Fenster im Eigenheim
    Bodentiefe Fenster bietet eine gute Möglichkeit zur Verbesserung der Barrierefreiheit. | © Photographee.eu / shutterstock.com

    Moderne Fenster haben eine Lebensdauer von 30 Jahren und mehr. Deshalb sollten Sie heute schon an morgen denken. Bezieht sich die Barrierefreiheit bei Türen in erster Linie auf eine hindernis- und stolperfreie Schwelle, geht es bei Fenstern um die Bedienhöhe. Fenstergriffe sollten so platziert sein, dass sie auch sitzend erreichbar sind. Alternativ gibt es automatische Fensteröffner, die das Fenster per Tastendruck öffnen und schließen.

    Automation

    Automatisches Lüften oder Verdunkeln stellt mit intelligenten Fenstern kein Problem dar. Abgesehen von Schaltern, Zeitsteuerung und der Bedienung durch das Smartphone gibt es auch vollautomatische Lösungen, die ganz ohne Ihr Zutun das Fenster genau dann ansteuern, wenn ein Sensor auslöst. Das kann beispielsweise ein Feuchtigkeitssensor sein, der automatisch das Fenster öffnet und schließt, oder ein Lichtsensor, der bei direkter Sonneneinstrahlung das Rollo automatisch herunter fährt und ein Aufhitzen Ihrer Räume verhindert.


    Neue Fenster für Neubau und Sanierung

    Fenster bei einer Sanierung zu tauschen, ist mit anderen Kosten und Herausforderungen als im Neubau verbunden. Hier haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengetragen:

    Altbau vs. Neubau

    GebäudeMerkmalTipps für Fenster
    Altbau-SanierungWann tauschen?Bei erkennbaren Mängeln oder im Rahmen einer Komplettsanierung
    Bei Fenstern, die vor 1995 eingebaut worden sind, ist ein Austausch empfehlenswert.
    VerglasungAngepasst an die Gebäudedämmung
    2-fach Verglasung meist ausreichend
    Bei neuer Gebäudedämmung 3-fach Verglasung empfohlen
    EinsparungenGut wärmedämmende Fenster sparen Heizkosten ein, sodass sich die Investition schon nach wenigen Jahren amortisieren kann.
    Wanddurchbruch & FenstersturzUnbedingt einen professionellen Statiker beauftragen, um schwere Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden.
    Technische Lösungen gibt es für fast jede Situation.
    2.000 bis 3.000 € sind realistische Kosten.
    DenkmalschutzBei denkmalgeschützten Häusern dürfen u. U. nur bestimmte Fenster eingebaut werden, welche die Optik nur eingeschränkt verändern.
    Es gibt aber viele moderne Fenster mit entsprechendem Aussehen.
    NeubauU-WertIm Neubau nach Effizienzhaus-Standard muss eine bestimmte Dämmleistung (angegeben als U-Wert) erreicht werden.
    Hierfür sind meist 3-fach verglaste Fenster notwendig.
    Maximale GrößeBei der maximalen Größe für Fenster sind technisch kaum Grenzen gesetzt.
    Wie viel Budget?Planen Sie bei einem Neubau je nach Material etwa 8.000 bis 16.000 € für die Fenster ein.
    Dieser Preis kann sich durch zusätzlichen Komfort wie Rollläden, Raffstores, Schallschutz etc. noch erhöhen.

    Weitere Tipps zu Ihren Fenstern

    Damit Sie lange Freude an Ihren neuen Fenstern haben und dazu noch einen möglichst hohen Wohnkomfort genießen können, beachten Sie außerdem folgende Tipps:

    Kondenswasser im Blick behalten! Sofern die Fenster nicht mit einer Lüftung ausgestattet sind, achten Sie unbedingt auf korrektes Lüften. Durch täglich mehrmaliges 10- bis 15-minütiges Stoßlüften regulieren Sie das Wohnraumklima und vermeiden so die Gefahr von Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden. Bildet sich täglich Kondenswasser an der Scheibe, ist dies ein sicheres Zeichen für falsches Lüften und es besteht Handlungsbedarf. An einem kalten Wintermorgen ist Kondenswasser am Fenster aber durchaus normal - wischen Sie es einfach mit einem Handtuch ab und lüften Sie danach ordentlich!

    Fenster-Pflege nicht vernachlässigen! Die Fenster-Mechanik zum Öffnen und Schließen sollte in regelmäßigen Abständen von etwa sechs Monaten geölt oder eingefettet werden, um sie gangbar zu halten. Speziell Holzfenster, die der Witterung ausgesetzt sind, sollten zudem nach einigen Jahren einen neuen Anstrich oder Oberflächenlack bekommen, damit sie ggf. wieder frisch aussehen und vor allem besser vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung geschützt sind. Kurzum: Auch Fenster brauchen Pflege.

    Fenster richtig putzen! Klingt einfach, ist es aber nicht unbedingt, wenn man es wie ein Profi machen möchte. Um Schlieren und unnötige Nacharbeiten zu vermeiden, sollten Sie sich an folgende Empfehlungen halten: Fensterputzen nicht bei extremen Temperaturen (im Winter oder bei direkter Sonneneinstrahlung), zuerst den Rahmen reinigen und stets saubere Tücher verwenden - keine gewaschenen Baumwoll-Tücher mit Resten von Weichspüler. Sinnvoll ist außerdem der Einsatz von Abzieher und Fensterleder.

    Für die Anschaffung neuer Fenster empfehlen wir außerdem: Denken Sie schon zu Beginn an die bestmögliche Ausstattung der Fenster! Nachrüsten ist in vielen Fällen zwar möglich, aber oft auch aufwendiger. Entscheiden Sie sich also direkt für ein hochwertiges Fenster, haben Sie nicht nur länger Freude daran. Sie haben auch gleich alle Funktionen und sparen so letztlich Kosten im Vergleich zur Nachrüstung einzelner Komponenten. Durch Fenster mit guter Wärmedämmung können Sie zudem Heizkosten sparen.

    Welches Fenster für welchen Raum?

    RaumGeeignete FensterTipps
    KücheHier haben Sie eine große Gestaltungsvielfalt durch verschiedene Varianten von Öffnungsmechanismen und Griffen.Wichtig: Die Fenster müssen sich öffnen lassen.
    Ein Lüftungssystem kann das Raumklima optimieren.
    WohnzimmerGroße, bodentiefe Fenster, ggf. TerrassentürSonnenschutz und Sicherheitsausstattung nicht vergessen!
    EsszimmerGroße Fenster für viel Licht im Raum, ggf. bodentiefSonnenschutz und Sichtschutz sind sinnvoll.
    SchlafzimmerSchallschutzfenster mit Rollläden und LüftungssystemSchutz vor Lärm und Licht sorgt für einen erholsamen Schlaf.
    KinderzimmerFenster mit Kindersicherung in den Beschlägen und abschließbarem FenstergriffEin integriertes Lüftungssystem verbessert das Raumklima.
    ArbeitszimmerSonnenschutzgläser oder Rollläden beugen Blendeffekten vorGeeignete Fenster können Verspannungen und Schmerzen vorbeugen - achten Sie auf Ihre Gesundheit!
    Schallschutzfenster sorgen für die nötige Ruhe
    EingangsbereichHaustür mit Oberlicht und Seitenteilen für einen erhöhten LichteinfallHier spielt neben der Optik insbesondere der Einbruchschutz eine zentrale Rolle.
    BadezimmerFenster zum Öffnen mit LüftungssystemAchten Sie auf regelmäßigen Luftaustausch!
    Ornamentgläser als Sichtschutz

    Checkliste für Bauherren

    SchrittMaßgebliche Optionen bzw. EinflussfaktorenHinweise
    1. Aus welchem Grund werden Fenster gekauft?NeubauAchten Sie in der Sanierung darauf, dass die Fenster nicht besser isoliert sind als die Wände des Gebäudes!
    Sanierung
    2. Für welche Art von Gebäude sollen die Fenster sein?Einfamilienhaus oder MehrfamilienhausJe nach Gebäudetyp werden unterschiedliche Fenster benötigt.
    Büro- oder Verwaltungsgebäude
    NiedrigenergiehausFür Niedrigenergie- und Passivhäuser gibt es spezielle Fenster mit besonders guter Wärmedämmung.
    Passivhaus
    3. Für welche Räume sollen die Fenster sein? Wo liegen diese im Haus?Nutzung der Räume (Wohnbereich, Arbeitszimmer, Schlafraum, Badezimmer etc.)Je nach Nutzung und Lage bestehen bspw. besondere Anforderungen hinsichtlich Sonnenschutz, Hitzeschutz, Lärmschutz oder Lüftung.
    Himmelsrichtung
    Stockwerk
    4. Wie viele Fenster werden benötigt?Anzahl und Größe der RäumeBerücksichtigen Sie auch die Größe und mögliche Platzierung von Möbelstücken!
    Gewünschte Größe der Fenster
    5. Aus welchem Material sollen die Fensterrahmen sein?KunststoffKunststoff ist im Normalfall besonders preisgünstig.
    HolzHolz muss regelmäßig gestrichen werden.
    Holz-Aluminium
    AluminiumAluminium ist besonders stabil, langlebig und pflegeleicht.
    6. Welchen Anforderungen müssen die einzelnen Fenster genügen?WärmeschutzDas ist z. B. abhängig von Raumtyp sowie der Lage im Gebäude. Außerdem spielt die Verglasung eine wichtige Rolle.
    Lüftung
    Schallschutz
    Sicherheit
    7. Welche konkreten Fenster möchten Sie einbauen lassen?BaureiheDiese Wahl sollten Sie gemeinsam mit einem Fachpartner treffen und sich professionell beraten lassen.
    Ausführung
    Bautiefe
    Konkrete Modelle
    8. Wie sollen die Fenster gestaltet sein?ÖffnungsartenDank einer großen Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten sind Ihrer Fantasie hier kaum Grenzen gesetzt. Auch individuelle Anfertigungen sind möglich.
    Fensterformen
    Griffe & Beschläge
    Glas
    Stilelemente wie Sprossen
    Farben
    9. Welchen zusätzlichen Komfort sollen die Fenster bieten?RolllädenDie Integration Ihrer Fenster in ein Smart-Home-System kann die Heizkosten deutlich reduzieren.
    Insektenschutz
    Sonnenschutz
    Hitzeschutz
    Smarte Steuerung

    Wenn Sie möchten, können Sie sich unsere Checkliste für Bauherren auch als PDF herunterladen.


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