Bild: Rundbogenfenster mit kleinen Fenstersprossen

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Die verschiedenen Fensterarten - ein Überblick

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Fenster in den unterschiedlichsten Formen und Bauarten. Unterscheiden lassen sich die Fensterarten nach Optik und Gestaltungsmerkmalen, aber auch nach technischen Komponenten wie Einbauort, Öffnungsmechanismus und Rahmenmaterial. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die wichtigsten Fenstertypen und ihre Charakteristika. Erfahren Sie außerdem, was die verschiedenen Fensterarten kosten und wie Sie diese Kosten gegebenenfalls senken können.

Inhalt


    Allgemeines zu den verschiedenen Fenstern

    Jedes Haus und jede Wohnung ist einzigartig und stellt unterschiedliche Anforderungen an die Fenster. Dazu zählen beispielsweise Energieeffizienz, Komfort, Einbruchschutz oder Schutz vor Lärm. Persönlicher Geschmack und Vorlieben fließen ebenfalls in die Entscheidung ein. Genauso individuell wie die Ansprüche sind auch die Fensterarten, sodass sich für jede Fassade eine ästhetische und funktionale Lösung finden lässt.

    Häufig werden Fenster anhand ihres Materials unterschieden. Die Frage, ob Holz, Aluminium, Kunststoff oder eine Materialkombination genutzt werden sollte, beschäftigt viele Menschen vor dem Fensterkauf. Im Grunde geht es bei dieser Überlegung aber um den Fensterrahmen. Welche Vorteile und Nachteile die üblichen Rahmenmaterialien mit sich bringen, erklären wir Ihnen ausführlich auf der Seite für Fenstermaterial. Bei der Auswahl des richtigen Fensters sind neben dem Fenstermaterial weitere Aspekte wie etwa der Einbauort, die Öffnungsart, die Optik sowie die Form zu beachten.


    Die wichtigsten Fensterarten

    Bild: Ein Rundfenster sorgt für viel Licht im Eigenheim
    Die verschiedenen Fensterarten unterscheiden sich nach Öffnungsart, Baustil und Form. | © Peshkova / shutterstock.com

    Auch wenn es viele Fensterarten gibt, haben alle Fenster eine Gemeinsamkeit: Sie lassen Licht in Ihr Haus, womit sie sich positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit auswirken. Aus diesem Grund liegen vor allem große Fensterelemente wie Panoramafenster und bodentiefe Fenster im Trend. Hinsichtlich des Materials punkten Holzfenster durch die Schaffung eines natürlichen Raumklimas. Holz lässt Ihre Räumlichkeiten im wahrsten Sinne des Wortes atmen.

    Einen offiziellen Katalog, um die vielen verschiedenen Fensterarten voneinander abzugrenzen, gibt es nicht, da es keine einheitlichen Unterscheidungsmerkmale gibt. Beispielsweise lassen sich ein Kellerfenster und ein Dänisches Fenster nicht miteinander vergleichen, da bei ersterem der Einbauort (Keller) relevant ist, während es beim Dänischen Fenster um die Bauart bzw. den Stil geht. Im Folgenden unterscheiden wir die Fenster daher anhand folgender Kategorien: Fensterarten nach Einbauort, nach Baustil, nach Öffnungsart sowie nach Fensterform.


    Einbauort

    Bei der Wahl der passenden Fensterart sollten Sie immer den Einbauort berücksichtigen. Hierbei kommt es auf die Etage an, in die das Fenster eingebaut werden soll (Keller, Erdgeschoss, Terrasse oder Dach), es spielen aber auch Punkte wie die Lage zur Straße oder zum Garten und die Himmelsrichtung eine Rolle. Möglicherweise müssen Fenster, die zur Straße zeigen, mit einem besseren Schallschutz ausgestattet werden, um Lärmbelästigung zu vermeiden. Bei Fenstern an der westlich oder nördlich gelegenen Wetterseite macht es unter Umständen Sinn, ein besonders witterungsbeständiges Material zu verwenden.

    Weitere Überlegungen, die mit dem Einbauort zusammenhängen, sind etwa der Grad der Sonneneinstrahlung und das Risiko von Einbrüchen. Wenn sich Ihr Fenster in Südlage befindet, wo die Sonneneinstrahlung besonders intensiv ist, sollte an einen zusätzlichen Sonnenschutz wie automatische Rollläden oder Raffstores gedacht werden. Im Erdgeschoss und bei Terrassenfenstern sollten Sie den Einbruchschutz durch z. B. einbruchhemmende Verglasung, Aushebelschutz und abschließbare Fenstergriffe verstärken.

    Gaubenfenster punktet durch Lichteinfall

    FensterartEigenschaftenKosten mit Einbau
    ErkerfensterErweiterung des Wohnraumsab 800 €
    Dekoratives Stilelement
    GaubenfensterNatürlicher Lichteinfallab 500 €
    Optischer Hingucker
    Nachträgliche Installation ist komplexer als bei anderen Fenstern
    KellerfensterBelüftungsmöglichkeit für den Kellerab 200 €
    Beugt Schimmelbildung vor
    OberlichtZusätzliche Belichtung & Belüftungab 300 €
    Klapp-SchwingfensterVariante des Dachfenstersab 750 €
    Durch Klapp-Mechanismus bis zu 45° nach oben aufklappbar
    Fungiert im geöffneten Zustand als eine Art Dach & schützt so vor Niederschlägen
    Einfache Reinigung durch den Schwing-Mechanismus (Drehung um 180° möglich)

    Dachfenster

    Dachfenster werden im Dach eingebaut. Sie werden unterschieden in Dachflächenfenster und Dachausstiegsfenster. Dachflächenfenster bezeichnen in der Regel Fenster, die im selben Winkel wie das Dach eingelassen sind; es gibt aber auch die Möglichkeit, senkrechte Dachfenster einzubauen. Dachausstiegsfenster werden als Ausstiegsmöglichkeit zum Dach genutzt.

    Ein Dachausstiegsfenster kann als Notausstieg dienen, in Privathäusern wird es aber primär eingebaut, um dem Schornsteinfeger oder anderen Handwerkern den Zutritt zum Dach zu erleichtern. Dachfenster können hinsichtlich der Öffnungsart als Kippfenster, Schwingfenster, Schwing-Klappfenster sowie als Schiebefenster realisiert werden. Die Preisspanne liegt zwischen 900 und 2.000 Euro.

    Erkerfenster

    Ein besonderes Stilelement sind Erker und Erkerfenster, die sowohl im Altbau als auch im Neubau Verwendung finden. Ein Erker ist ein außen an der Fassade oder der Ecke eines Gebäudes angebrachter, geschlossener Vorbau, der vor allem durch seine ansprechende Optik besticht. Fenster, die in einem solchen Anbau montiert sind, heißen Erkerfenster. Sie unterscheiden sich aber ansonsten nicht von normalen Fenstern und können mit allen gewünschten Vorzügen ausgestattet werden.

    Sie sorgen für einen schönen Lichteinfall, eine Erweiterung des Wohnraums und ein unverwechselbares Ambiente. Unsere Fachberater helfen Ihnen hinsichtlich Ihrer baulichen Voraussetzungen für ein Erkerfenster gerne weiter. Preislich liegt diese Fensterart je nach Ausstattung, Größe und Material zwischen 800 und 2.500 Euro.

    Gaubenfenster

    Senkrechte Dachfenster, die in einer Gaube eingesetzt werden, heißen auch Gaubenfenster. Eine Dachgaube ist ein Dachaufbau, der senkrecht zum geneigten Dach aufgesetzt wird. Dachgauben ermöglichen einen weiten Ausblick, lassen einen erhöhten Lichteinfall zu und werten das Gebäude optisch auf. Die nachträgliche Installation einer Dachgaube ist sehr aufwendig und dementsprechend kostenintensiv. Ist aber eine Gaube vorhanden, können nahezu alle Fenstertypen eingesetzt werden.

    Die Wahl des passenden Gaubenfensters richtet sich hauptsächlich nach der Form der Gaube. In Deutschland sind neben der Schleppgaube auch die Fledermausgaube, die Dreiecksgaube und die Walmgaube üblich. Je nach Form und Größe beginnen die Kosten für ein Gaubenfenster inklusive Einbau bei circa 500 Euro.

    Kellerfenster

    Bei Kellerfenstern sind die Aspekte Einbruchschutz und Wärmeschutz von besonderer Bedeutung, da Kellerfenster aufgrund ihrer Lage häufig ein Einbruchrisiko darstellen. Auch wenn sie im Vergleich zu anderen Fenstern vergleichsweise klein sind und weniger Wärme verloren geht, sollten Sie auf eine optimale Wärmedämmung achten, die dem energetischen Konzept Ihres Hauses entspricht.

    Ebenso wie bei Terrassentüren und Fenstern im Erdgeschoss sollten Sie bei Kellerfenstern hochwertige Sicherungsmaßnahmen vornehmen, um den unberechtigten Zugang von außen zu erschweren bzw. zu verhindern. Wenn Sie den Grundschutz von modernen Kellerfenstern erweitern wollen, gibt es mehrere Möglichkeiten der Nachrüstung. Eine Variante ist das Anbringen von abschließbaren Fenstergriffen. Optisch etwas weniger ansprechend, aber überaus effektiv, ist die äußere Montage von Gittern.

    Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Fenster von vornherein mit einer speziellen Einbruchschutzverglasung zu versehen. Bei einem Fenstertausch kommt es aber nicht nur auf die richtige Verglasung an. Wenn Sie die Sicherheitsstufe erreichen wollen, die Ihren Bedürfnissen entspricht, spielen auch die richtigen Beschläge, das Fenstermaterial und zusätzliche Komponenten wie Anbohrschutz und Aushebelschutz eine Rolle.

    Wenn Sie den Keller als Wohnraum nutzen, sollten die Kellerfenster über eine hohe Wärmeschutzdämmung verfügen, um ein angenehmes Wohnklima zu schaffen und gleichzeitig niedrige Heizkosten zu garantieren. Zusätzlich ist bei regelmäßiger Nutzung des Kellers darauf zu achten, dass dieser über die Kellerfenster gelüftet werden kann, um Schimmelbildung vorzubeugen. Je nachdem, welche Art der Verglasung, welches Material und welche einbruchhemmenden Maßnahmen Sie wählen, liegen die Preise für ein Kellerfenster zwischen 200 und 600 Euro.


    Baustil

    Fenster lassen sich je nach Anforderung in bestimmte Baustile unterteilen. Panoramafenster lassen den Raum größer und heller wirken und sorgen für einen tollen Ausblick, während Kastenfenster eine Fensterart darstellen, die sich besonders gut für Altbauten eignet. Prinzipiell unterscheiden sich die verschiedenen Fensterarten hinsichtlich ihrer Gestaltungsmerkmale und werden aus optischen Gründen gewählt. In Sachen Energieeffizienz nehmen sich die Fensterarten nichts. Energieeffiziente Fenster finden Sie bei allen Fenstertypen. Sie müssen allerdings mit unterschiedlichen Kosten rechnen.

    Hohe Individualität und besondere Optik

    FensterartEigenschaftenKosten mit Einbau
    SprossenfensterUnverwechselbarer Charakter durch Aufteilung in viele kleine Glasflächenab 600 €
    Hohes Maß an Individualität
    Bodentiefe FensterRäume wirken größer & hellerab 1.000 €
    Um Treibhauseffekt zu verhindern, sollten Sie eine entsprechende Verglasung einbauen lassen
    Dank hohem Lichteinfall entsteht eine freundliche Wohnatmosphäre
    Bei Einsatz im Obergeschoss ist eine passende Absturzsicherung Pflicht
    KastenfensterVergleichsweise hoher Schallschutzab 800 €
    Hoher Wärmedämmwert
    Aufwendiger Einbau
    PanoramafensterUngehinderter Ausblickab 2.000 €
    Einfache Reinigung dank großer Glasflächen
    Hohe Anforderungen an die Statik

    Sprossenfenster

    Bei einem Sprossenfenster wird die Verglasung in mehrere kleine Abschnitte unterteilt. Sie werden sowohl in Altbauten als auch in Neubauten als Stilelement eingesetzt. Es wird unterschieden in „echte“ glasteilende Sprossen, aufgeklebten Sprossen und Sprossen im Zwischenraum. Echte Sprossenfenster kosten etwas mehr als die anderen Varianten. Echte Sprossenfenster bestehen aus einzelnen kleinen Glasflächen, die durch die Sprossen miteinander verbunden werden. Die Reinigung ist im Vergleich zu einer größeren Fensterfläche deutlich aufwendiger.

    Die Alternative sind aufgeklebte Sprossenfenster, bei denen die Sprossen nachträglich auf die Scheibe geklebt werden. Sprossen im Scheibenzwischenraum unterbrechen die ebene Glasoberfläche nicht und erleichtern die Reinigung. Optisch sind die verschiedenen Varianten kaum zu unterscheiden. Die Kosten für aufgeklebte und sich im Scheibenzwischenraum befindliche Sprossenfenster beginnen bei etwa 600 Euro inklusive Einbau, bei glasteilenden Sprossenfenstern beginnt die Preisspanne bei circa 850 Euro.

    Dänische Fenster

    Sprossenfenster, die sich nach außen öffnen lassen, werden auch Dänische Fenster genannt. Sie tragen ihren Namen, da sie ursprünglich in Dänemark produziert wurden. Traditionell werden Dänische Fenster aus Holz gefertigt und sind sowohl einflügelig als auch mehrflügelig erhältlich. Dank der nach außen öffnenden Flügel kann das Fenster schnell geöffnet werden, ohne dass zuerst die Fensterbank freigeräumt werden muss. Ähnlich wie Sprossenfenster sind Dänische Fenster in erster Linie wegen ihrer bestechenden Optik beliebt und ab einem Preis von 700 Euro erhältlich. Je nach Ausstattung, Größe und Material können sich die Kosten auf bis zu 1.000 Euro erhöhen.

    Bodentiefe Fenster

    Bild: Bodentiefe Fenster im Eigenheim
    Bodentiefe Fenster sorgen für einen Blickfang und viel Sonnenlicht. | © onzon / shutterstock.com

    Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich bodentiefe Fenster. Mit ihnen entsteht der Eindruck, die Wände würden sich auflösen und die Natur würde sich mit dem Wohnraum verbinden. Aber auch in höheren Etagen schaffen bodentiefe Fenster helle Räume und eine einzigartige Wohnatmosphäre. Wenn Sie einen fließenden Übergang zum Garten schaffen wollen, sind Fenstertüren wie z. B. Terrassentüren die passende Alternative zu bodentiefen Fenstern.

    Besonders beim Einsatz in oberen Etagen müssen bodentiefe Fenster gesetzliche Auflagen erfüllen, um das Absturzrisiko zu minimieren. Um Unfälle zu vermeiden, sind der Einbau von Verbundsicherheitsglas sowie eine zusätzliche Absturzsicherung auf Hüfthöhe zu empfehlen. Aufgrund der großen Glasfläche ist der Lichtertrag gegenüber anderen Fenstern sehr viel größer. Im Winter wird dadurch die Heizlast verringert, im Sommer kann die direkte Sonneneinstrahlung jedoch zu einer Überhitzung der Räumlichkeiten führen. Ein Sonnenschutz kann hier Abhilfe schaffen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren beginnt der Preis für ein bodentiefes Fenster etwa bei 1.000 Euro.

    Kastenfenster

    Kastenfenster bestehen aus mehreren einzelnen Fenstern, die in einer kastenartigen Konstruktion zusammengefasst sind. Der Hohlraum zwischen dem außen und dem innen liegenden Fensterflügel fungiert als zusätzliche Dämmschicht, durch die wenig Energie verloren geht. Aufgrund des gleichen Prinzips ist auch der Schallschutz besonders gut ausgeprägt.

    Unterschieden wird zwischen zwei verschiedenen Öffnungsarten. Beim Altberliner Fenster werden lassen sich beide Fensterflügel nach innen öffnen, während sich beim Hamburger Fenster ein Flügel nach innen und einer nach außen öffnen lässt. Der Preis für ein Kastenfenster schwankt je nach Größe, Verglasung und Material zwischen 800 und 1.200 Euro.

    Lamellenfenster

    Lamellenfenster sind Fenster mit einzeln kippbaren Glasscheiben, die als Lamellen bezeichnet werden. Lamellen sind meistens vertikal angeordnet. Aufgrund des ähnlichen Aussehens werden Lamellenfenster auch Jalousienfenster genannt. Man findet sie häufig bei größeren Glasfassaden in Industrie- und Gewerbegebäuden.

    Besonders beliebt sind Lamellenfenster für ihre individuellen Belüftungsmöglichkeiten und ihre Langlebigkeit. Sie lassen sich außerdem unkompliziert reinigen und sind sehr wartungsarm. Wegen dieser Eigenschaften werden sie auch sehr oft in Wintergärten, Gewächshäusern und Treppenhäusern verwendet. Preislich liegt ein Lamellenfenster je nach Größe, Rahmenmaterial und anderen Faktoren etwa zwischen 600 und 1.000 Euro.


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    Öffnungsart

    So vielfältig wie die Fensterformen sind auch ihre Öffnungsarten. Häufig sind es die baulichen Gegebenheiten, die die Wahl der Öffnungsart bestimmen. So werden Dachfenster oder Fenster in sehr kleinen Räumen oft nach außen hin geöffnet, da im Innenraum wenig Platz ist. Am gängigsten in Einfamilienhäusern sind Dreh-Kipp-Fenster, die sich je nach Stellung des Fenstergriffes bis zu einem bestimmten Winkel nach innen kippen oder weit öffnen lassen.

    Aber auch Schiebefenster und Schwingfester werden immer öfter eingebaut. Bei der Wahl der Öffnungsart sollten Sie daran denken, dass die Fenster von allen Personen geöffnet und geschlossen werden können, die sie zukünftig nutzen sollen. Das beinhaltet beispielsweise die Erreichbarkeit von Griffen oder auch den Kraftaufwand, der dafür verwendet werden muss.

    Fenstertüren - verbindender Übergang nach draußen

    FensterartEigenschaftenKosten mit Einbau
    SchwingfensterEinfache Handhabungab 1.000 €
    Sehr platzsparend
    Eignen sich gut für schräge Dachflächen
    SchiebefensterDurch das Schieben geht kein Platz durch die Fensterflügel verlorenab 1.500 €
    Unkomplizierte Lüftung
    Fenster kann bei Wind nicht zuschlagen
    FenstertürenKann gleichzeitig als Tür & Fenster fungierenab 500 €
    Übergang in den Garten, Terrasse etc.
    Optimale Lüftungsmöglichkeit
    FestverglasungNicht zu öffnenab 150 €
    Besonders stabil
    Bei Größen kaum eingeschränkt
    KippfensterDurch geringe Öffnungsweite besonders gut für stetigen Luftaustausch geeignetab 200 €
    Geringer Platzbedarf
    Einfache Bedienbarkeit
    Dreh-KippfensterStoßlüften & Dauerlüften durch unterschiedliche Öffnungsweiten möglichab 150 €
    Am häufigsten in Ein-und Mehrfamilienhäusern eingesetzt
    Auswärtsöffnendes FensterFensterbank muss beim Öffnen nicht geräumt werdenab 600 €
    Sehr platzsparend
    Festeres Schließen durch Winddruck

    Schwingfenster

    Schwingfenster finden sich am häufigsten an schrägen Dachflächen, da sich dort besonders der platzsparende Öffnungsmechanismus der Fenster eignet. Sie werden über eine mittig angebrachte waagerechte Drehachse geöffnet und können bis zu 180 Grad gekippt bzw. geschwungen werden. Beim Öffnen des Fensters schwingt der untere Fensterflügel nach außen und der obere nach innen. Hier zeigt sich ein zentraler Vorteil des Schwingfensters: die einfache Handhabung. Beide Seiten lassen sich problemlos erreichen und erleichtern so die Reinigung der Scheiben.

    Innerhalb der Schwingfenster wird zwischen dem Schwingflügelfenster und dem Wendefenster unterschieden. Schwingflügelfenster sind die klassischen Schwingfenster, die sich vertikal nach innen öffnen lassen. Wendefenster besitzen Flügel, die sich durch ihre mittig angebrachte Drehachse auf horizontaler Ebene nach links außen bzw. nach rechts innen öffnen. Ein Standard-Schwingfenster beginnt preislich bei etwa 700 Euro inklusive Einbau.

    Schiebefenster

    Besonders aufgrund ihrer platzsparenden Eigenschaften sind Schiebefenster sehr beliebt. Wie der Name bereits sagt, lassen sie sich zum Öffnen vertikal oder horizontal aufschieben. Die Schieberichtung wird in erster Linie vom vorhandenen Platz vorgegeben. Schiebefenster werden gern in kleinen Räumen eingebaut, da der Fensterflügel beim Öffnen nicht in den Raum ragt. Dadurch gibt es keine Platzprobleme und Sie sparen sich den Aufwand, die Fensterbank abräumen zu müssen, um ordentlich lüften zu können. Bei dieser Öffnungsvariante ist das plötzliche Zuschlagen aufgrund von Zugluft ausgeschlossen.

    Innerhalb der Schiebefenster wird noch einmal differenziert zwischen Fassaden-Schiebefenstern und Dach-Schiebefenstern. Schiebefenster an der Fassade lassen sich in der Regel zur Hälfte öffnen, da der Rahmen als Führung für die zu öffnende Seite fungiert. Bei Dach-Schiebefenstern werden fast immer zusätzliche Schienen am Rahmen angebracht, damit das Fenster komplett aufgeschoben werden kann. Ein Fassaden-Schiebefenster beginnt je nach Größe und Material bei etwa 1.500 Euro, bei einem Dach-Schiebefenster liegen Sie preislich bei der doppelten Summe.

    Fenstertüren

    Bild: Eine Schiebetür im Eigenheim
    Fenster mit einer Tür ermöglichen einen einfache Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich. | © Artazum / shutterstock.com

    Fenstertüren sind bodentiefe Fenster, die über eine Bodenschwelle verfügen können und damit eine direkte Verbindung zwischen Innen- und Außenbereich Ihres Hauses ermöglichen. Da es sich um vollverglaste Elemente handelt, die sich optisch nicht von Fenstern unterscheiden, wird überwiegend von Fenstertüren gesprochen. Zu ihnen zählen Balkontüren, Terrassentüren, Parallel-Schiebetüren, Parallel-Schiebe-Kipp-Türen, Falttüren sowie Hebeschiebetüren. Neben der Türfunktion sorgen sie auch für natürlichen Lichteinfall und lassen sich gut zum Lüften öffnen.

    Hinsichtlich der Öffnungsart sind Fenstertüren in verschiedenen Varianten erhältlich. Manche lassen sich über einen Dreh-Kipp-Mechanismus öffnen. Das bedeutet, die Fenstertür lässt sich entweder ganz öffnen oder von innen bis zu einem bestimmten Winkel kippen. In dem Moment fungiert die Fenstertür als Fenster und sorgt für Frischluftzufuhr. Andere Fenstertüren wie beispielsweise Hebeschiebetüren oder Parallel-Schiebe-Türen sind auf die Funktion des Schiebens ausgelegt.

    Sie kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn große Glasflächen realisiert werden sollen. Damit die großen Elemente auch als Zugang nach draußen genutzt werden können, wird der bewegliche Fensterflügel platzsparend zur Seite geschoben. Abhängig von Rahmenmaterial, Öffnungsmechanismus, Verglasung und Größe liegen die Kosten für Fenstertüren etwa zwischen 500 und 1.500 Euro.

    Festverglasung

    Da sie zumeist dort eingesetzt werden, wo Hausbesitzer ihre Fenster nicht öffnen wollen oder sie schwer zugänglich sind, sind festverglaste Fenster etwas günstiger als andere Fensterarten. Sie punkten vor allem damit, dass es hinsichtlich der Größe kaum Einschränkungen gibt, da die Beschläge wegfallen. Man unterscheidet zwischen Festverglasung im Rahmen und Festverglasung im Flügel.

    Im ersten Fall wird das Glas direkt in den Fensterrahmen montiert, was für einen schmaleren Rand und besonders hohen Lichteinfall sorgt. Bei der Festverglasung im Flügel wird ein Flügel in den Fensterrahmen montiert. Dieser lässt sich ebenfalls nicht öffnen, wirkt aber rein optisch wie ein normales Fenster. Preislich beginnen die Kosten für eine Festverglasung bei 150 Euro.

    Drehfenster

    Bei einem Drehfenster ist der bewegliche Teil des Fensters, der Flügelrahmen, durch einen Drehbeschlag seitlich mit dem fest verankerten Rahmen verbunden. Je nachdem, an welcher Seite der Beschlag befestigt ist, können Drehfenster entweder nach links oder rechts geöffnet werden. Am häufigsten wird eine Öffnung nach innen gewählt. Auswärtsöffnende Fenster hingegen sind Drehfenster, die sich nach außen öffnen lassen.

    Kippfenster

    Dass Kippfenster durch die Kipp-Funktion nur einen Spalt weit geöffnet werden können, bringt einige Vorteile mit sich. Es kann dauerhaft geöffnet bleiben, somit einen stetigen Luftaustausch garantieren und ist trotzdem weniger anfällig für Einbruchsversuche. Gerne werden Kippfenster, die nach innen gekippt werden, aufgrund ihres geringen Platzbedarfs in kleineren Räumen eingesetzt. Auch für Oberlichter wird diese Öffnungsart gerne gewählt. Kippfenster kosten ab 100 Euro aufwärts.


    Dreh-Kipp-Fenster

    Bild: Die Öffnungsmechanismen bei einem Dreh-Kipp-Fenster
    Dreh-Kipp-Fenster sind der Klassiker und sehr beliebt rund ums Eigenheim. | © ninimf / shutterstock.com

    Vor allem in Ein- und Mehrfamilienhäusern sind Dreh-Kipp-Fenster beliebt, was auch an den variablen Lüftungsmöglichkeiten liegt. Aufgrund der Kipp-Funktion ist einerseits ein dosierter Luftaustausch möglich, andererseits lassen sie sich komplett öffnen und ermöglichen so eine Stoßlüftung. Dank der weiten Öffnungsmöglichkeit ist außerdem eine einfache Reinigung der Scheibenaußenseite möglich. Dies ist besonders für die Fenster von Vorteil, die im ersten Stock oder einer höheren Etage liegen.

    Die gewünschte Öffnungsweite wird über die Stellung des Fenstergriffs gewählt. Während die gebräuchlichste Reihenfolge der Öffnungsmöglichkeiten erst drehen, dann kippen ist, empfiehlt es sich beispielsweise für Kinderzimmer, den Fensterbeschlag "Tilt-First", also Kipp-vor-Dreh" zu wählen. Bei diesen Beschlägen ist die Kippstellung der Drehstellung vorangestellt. Die Kosten für Dreh-Kipp-Fenster beginnen bei 150 Euro (Kunststofffenster).

    Auswärtsöffnende Fenster

    Ein Argument für auswärtsöffnende Fenster, auch Dänische Fenster genannt, ist, dass Sie diese öffnen können, ohne dass Sie dafür die Fensterbank freiräumen müssen. Darüber hinaus punkten sie durch eine besonders lange Haltbarkeit, da konstruktionsbedingt kein Wasser von außen in die Fuge zwischen Rahmen und Flügel dringen kann. Auch in Sachen Ästhetik überzeugen auswärtsöffnende Fenster, die ab circa 600 Euro erhältlich sind. Zahlreiche Sonderformen, wie beispielsweise Rundbogenfenster und Schrägfenster, können mit nach außen öffnenden Flügeln realisiert werden.

    Faltelemente

    Wenn der Fokus auf einem besonders hohen Lichteinfall und einer erhöhten Möglichkeit der Frischluftzufuhr liegt, sind Faltelemente eine passende Lösung. Mit einem Faltelement, beispielsweise als Übergang zum Garten, können Sie eine große Glasfläche realisieren. Im geschlossenen Zustand sieht es aus, als hätten Sie mehrere bodentiefe Fenster nebeneinander platziert. Möchten Sie jedoch nach draußen, können Sie Element für Element einfach „zur Seite falten“.

    Damit erhalten Sie eine große, individuell bewegliche Glasfläche, die Ihnen einen weiten Zugang zwischen innen und außen ermöglicht. Die einzelnen Faltelemente benötigen nicht viel Platz. Je nach Wunsch lassen sie sich von den Seiten oder auch von der Mitte aus öffnen. Trotz der großen Fläche sind Faltelemente einfach zu bedienen und ab 800 Euro erhältlich.


    Form

    Nicht jede Fensterart hat die typische rechteckige Form. Mit Schrägfenstern und Rundbogenfenstern haben Sie zusätzlichen gestalterischen Spielraum und können für Abwechslung hinsichtlich Optik sowie Ästhetik sorgen. Manchmal gibt aber auch die Architektur die Form vor, zum Beispiel im Giebel. Um den Giebel optimal zu nutzen und für einen natürlichen Lichteinfall zu sorgen, werden hier des Öfteren trapezförmige oder dreieckige Fenster eingebaut.

    Große Gestaltungsfreiheit als Vorteil

    FensterartEigenschaftenKosten mit Einbau
    Schrägfenster Begrenzte Öffnungsmöglichkeitenab 500 €
    Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
    RundbogenfensterIndividuelle Gestaltungsmöglichkeitenab 1.000 €
    Verschiedene Bogenarten verfügbar

    Schrägfenster

    Schrägfenster werden meist als Gaubenfenster oder Giebelfenster im Dachbereich angebracht. Sie werten das Haus optisch auf und sorgen gleichzeitig für mehr Tageslicht. So ist es auf Wunsch möglich, die komplette Fassade bis in den Giebel zu verglasen. Wie alle anderen Fenster können auch Schrägfenster nach individuellen Wünschen angefertigt werden. Beliebte Formen sind Dreiecksfenster und Fenster in Trapezform. Aber auch Fenster mit fünf Ecken lassen sich in die Fassade Ihre Hauses fügen.

    In Abhängigkeit vom Winkel können Schrägfenster sogar mit einem oder mehreren beweglichen Flügeln ausgestattet werden. Aufgrund der komplexen Herstellung und des oft aufwendigen Einbaus liegen Schrägfenster preislich über einem normalen Standardfenster. Abhängig von der Fenstergröße, dem gewählten Material und weiteren Eigenschaften des Fensters wie Sonnenschutz, Insektenschutz oder elektrischer Fensteröffnung beginnt der Preis für ein Schrägfenster inklusive Einbau bei circa 500 Euro.

    Rundbogenfenster

    Ein Rundbogenfenster als Stilelement verleiht dem Gebäude einen ganz besonderen Charme. Rundbogenfenster bestehen aus einem rechteckigen unteren Bereich und einem halbkreisförmigen Bogen im oberen Bereich. Der Bogen kann durch eine Sprosse getrennt oder im unteren Teil mit Sprossen besetzt werden. Unterschieden wird zudem in echte und unechte Bogenfenster. Sie unterscheiden sich darin, dass der obere Teil bei einem unechten Bogenfenster bzw. Stichbogenfenster keinen Halbkreis ergibt, sondern links und rechts dezent abgeschnitten ist.

    Rundbogenfenster lassen sich nach der Bogenform unterteilen. Gängige Bogenarten sind Spitzbogen, Ellipsenbogen, Segmentbogen und Korbbogen. Sie können individuell gestaltet werden, etwa durch das Einarbeiten von Buntglas oder Ornamentglas. Preislich liegen sie je nach Größe, Verglasung, Material und Öffnungsmechanismus zwischen 1.000 und 1.800 Euro. Wer bei seinem Fenster komplett auf alle Ecken verzichten möchte, findet mit einem Kreisfenster die Erfüllung seiner Fensterwünsche.

    Bild: Rundbogenfenster mit kleinen Fenstersprossen
    Individuelle Sprossen und Verglasungen ermöglichen beim Rundbogenfenster eine große Gestaltungsfreiheit bezüglich des Designs. | © onzon / shutterstock.com

    Flügelanzahl

    Fenster lassen sich auch anhand der Flügelanzahl unterscheiden. Der Fensterflügel ist der bewegliche Teil des Fensters, der sich je nach Beschlag verschieden weit öffnen lässt. Ein- und zweiflügelige Fenster sind eine häufig gewählte Fensterart. Wer noch mehr Licht in sein Zuhause einlassen möchte, kann aber auch Fenster mit drei oder mehr Flügeln wählen. Je mehr Flügel vorhanden sind, desto stabiler sind bei hochwertigen Fenstern auch die Fensterrahmen. Schließlich muss dem erhöhten Gewicht der Verglasung entsprochen werden, sodass die Konstruktion gegen Einwirkungen wie z. B. Sturm gewappnet ist.

    Weite Blicke durch das Stulpfenster

    FensterartEigenschaftenKosten mit Einbau
    Einflügelige FensterIn zahlreichen Größen, Formen & Öffnungsarten erhältlichab 250 €
    An sämtlichen Orten des Hauses einsetzbar
    Zweiflügelige FensterEs lassen sich besonders breite Fensteröffnungen realisierenab 500 €
    Hohe Gestaltungsvielfalt bei z. B. Design und Material
    StulpfensterHohes Maß an Ästhetik & Optikab 600 €
    Im geöffneten Zustand freier, ungeteilter Blick nach draußen

    Einflügelige Fenster

    Einflügelige Fenster sind die am häufigsten vorkommenden Fenster. Sie bestehen aus einem Fensterrahmen sowie einem Fensterflügel und bieten Ihnen ein hohes Maß an Gestaltungsvielfalt. Sie können als Rundbogenfenster, rechteckig, als Trapez und in vielen weiteren Formen hergestellt werden. Einflügelige Fenster können beispielsweise auch als Sprossenfenster und als bodentiefes Fenster gefertigt werden. Zudem sind sie in sämtlichen Teilen des Hauses problemlos einsetzbar. Preislich beginnen einflügelige Fenster bei 200 Euro.

    Zweiflügelige Fenster

    Zweiflügelige Fenster sind durch einen fest im Rahmen verankerten Mittelpfosten miteinander verbunden, welcher der Stabilisierung des Fensters dient. Beide Fensterflügel sind unabhängig voneinander bedienbar und können zusammen, aber auch getrennt voneinander geöffnet werden. Auch eine Kippfunktion ist an beiden Flügeln einzeln möglich. Mit zweiflügeligen Fenstern lassen sich besonders breite Fensteröffnungen realisieren, sodass sie ab 400 Euro aufwärts erhältlich sind.

    Stulpfenster

    Ein zweiflügeliges Fenster ohne einen fest montierten Mittelsteg im Fensterrahmen bezeichnet man als Stulpfenster. Einer der Vorteile daran ist, dass Sie im geöffneten Status von einem freien Panoramablick ohne Sichtbehinderung profitieren können. Das Fenster ist also größer, lässt mehr Licht in die Wohnung und punktet daher mit einer besonderen Ästhetik. Im Gegensatz zum zweiflügeligen Fenster mit Mittelsteg ist das Stulpfenster so ausgelegt, dass nur eine Hälfte mit einer Dreh-Kipp-Funktion ausgestattet werden kann. Erst wenn dieser Hauptflügel geöffnet ist, kann auch der Bedarfsflügel geöffnet werden. 600 Euro ist der Einstiegspreis für Stulpfenster.


    Besondere Fensterarten

    Passivhausfenster und Denkmalschutzfenster sind eine besondere Kategorie, da sie genau genommen keine eigene Fensterart darstellen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie für ganz bestimmte Arten von Gebäuden ausgelegt sind. Je nach Anforderung des gesamten Gebäudes kann beispielsweise ein einflügeliges Schrägfenster sowohl als Passivhausfenster als auch als Denkmalschutzfenster realisiert werden.

    Ein Passivhaus kommt ohne eine klassische Heizungsanlage aus, sodass jedes Element höchsten energetischen Anforderungen genügen muss. Im Denkmalschutz müssen sowohl energetische Bestimmungen als auch die Auflagen der jeweiligen Behörde eingehalten werden. In beiden Fällen ist die jeweilige Ausstattung der Fenster von Bedeutung.

    Denkmalschutzfenster - verschiedene Anforderungen

    FensterartEigenschaftenKosten mit Einbau
    PassivhausfensterSehr gute Dämmeigenschaftenab 500 €
    Niedrige Heizkosten
    DenkmalschutzfensterIn der Regel Holz als Rahmenmaterialab 800 €
    Müssen Anforderungen an Energieeffizienz & Schutz von historischer Bausubstanz vereinen

    Passivhausfenster

    Passivhausfenster werden in Häusern eingesetzt, deren Funktionsprinzip darauf ausgelegt ist, dass das Haus allein aus passiven Energiequellen beheizt wird, sodass keine Heizung im ursprünglichen Sinn mehr benötigt wird. Verschiedene Vorgaben müssen erfüllt werden, um als Passivhaus eingestuft zu werden. So darf z. B. der jährliche Heizwärmebedarf von 15 kW/h pro Quadratmeter nicht überschritten werden. Als passive Energiequelle wird unter anderem solare Energie zum Heizen der Räume genutzt, die über die Fenster ins Gebäude gelangt.

    Aus diesem Grund sind die Anforderungen an Passivhausfenster vergleichsweise höher als an andere Fensterarten. Sie müssen einen U-Wert von 0,8 einhalten. Dies wird unter anderem durch eine Dreifach-Wärmeschutzverglasung erreicht. Bei dieser Verglasung werden die innenliegenden Glasflächen der beiden äußeren Scheiben bedampft, wodurch das Entweichen von Wärmeenergie verhindert wird. Zudem sind Fensterrahmen in der entsprechenden Bautiefe notwendig, um die Wärmedämmung und Wärmespeicherung zu optimieren. Wegen dieser speziellen Anforderungen können Sie beim Kauf eines Passivhausfensters mit Preisen ab 500 Euro rechnen.

    Denkmalschutzfenster

    Bild: Ein Fenster im Denkmalschutz
    Beim Einbau neuer Fenster im Denkmalschutz gilt es einige Richtlinien zu beachten. | © Mendeed / shutterstock.com

    In denkmalgeschützten Gebäuden finden sich oft noch alte Fenster, die zur historischen Fassade passen, aber nicht mehr den heutigen Anforderung an Energieeffizienz entsprechen. Wenn Sie in Ihrem denkmalgeschützten Haus Energie einsparen möchten, müssen die alten Fenster modernisiert werden. In diesem speziellen Fall besteht die Herausforderung darin, die Vorgaben zur Energieeffizienz mit den Vorgaben des Denkmalschutzes zu vereinbaren. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt vor, wie energetische Sanierungen durchzuführen sind und erlaubt keine 1-fach Verglasung.

    Moderne Fenster mit 2-fach Verglasung oder 3-fach Verglasung können nicht ohne Weiteres in ein denkmalgeschütztes Haus eingebaut werden. Laut Denkmalschutz muss die Fensterinstandsetzung so erfolgen, dass keine irreversiblen Schäden an der Bausubstanz entstehen und die Optik der historischen Fenster trotzdem weitgehend erhalten bleibt. Um den energetischen Ansprüchen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) gerecht zu werden, wird in vielen Fällen mit speziellen Wärmeschutzbeschichtungen gearbeitet, die Verglasung wird ausgetauscht oder es werden nachträglich Dichtungen angebracht, um Wärmeverluste zu reduzieren.


    Welche Fensterart wählen?

    Das Aussehen und Ihr individueller Geschmack spielen bei der Auswahl der Fensterart eine bedeutende Rolle. Sie sollten sich aber nicht nur von der Ästhetik beeinflussen lassen. Auch die Funktionalität und Bedienbarkeit sollten Sie berücksichtigen. Technische Aspekte und zusätzlicher Komfort wie beispielsweise Lärmschutz, Einbruchschutz, Sonnenschutz und Insektenschutz sind wichtig und hängen nicht von der Fensterart ab. Die passende Technik lässt sich in fast jedes Fenster integrieren.


    Große Materialauswahl

    Bei der Wahl des passenden Fensters sollten Sie sich nicht nur über die verschiedenen Fensterarten informieren, auch über die unterschiedlichen Rahmenmaterialien sollten Sie sich vorab einen Überblick verschaffen. Die bekanntesten Materialien sind Holz, Kunststoff, Aluminium und die Kombination Holz-Aluminium.

    Bei der Wahl des Fenstermaterials sind Optik und hochwertige Qualität entscheidende Faktoren. In Sachen Wärmedämmung nehmen sich moderne Fensterrahmen kaum etwas, egal welches Material verwendet wird. Auch der Fenstertyp spielt bei der Materialwahl eine eher untergeordnete Rolle. Jede Fensterart ist in den gängigen Werkstoffen Kunststoff, Holz, Aluminium und Holz-Alu sowie mit verschiedenen Öffnungsarten erhältlich. Dennoch gibt es leichte Unterschiede beim Rahmenmaterial:

    Rahmenmaterial - das können Sie erwarten

    RahmenmaterialVorteileNachteile
    KunststoffSehr gutes Preis-Leistungs-VerhältnisAusbaufähige Ökobilanz
    Besonders langlebig
    HolzfensterVon sich aus hohe wärmedämmende EigenschaftenLeicht erhöhter Pflegeaufwand
    Natürliche Optik
    Sehr gute Dämmeigenschaften
    AluminiumSehr widerstandsfähigWärmedämmung nicht optimal
    Kaum Wartungsaufwand
    Witterungsunempfindlich
    Holz-AluVerbindet die Vorteile von Holz & Aluminium
    Muss kaum gepflegt werden

    Förderung für fast jedes Fenster

    Bild: Ein Mensch freut sich über den Erhalt der Förderung neuer Fenster
    Die KfW fördert den Einbau neuer Fenster im Neubau, das BAFA den Austausch bestehender Fenster als Einzelmaßnahme | © Nattakorn_Maneerat / shutterstock.com

    Der entscheidende Faktor bei der staatlichen Förderung für neue Fenster ist die Energieeffizienz. Um die Förderung zu erhalten, müssen bestimmte Wärmedämmwerte eingehalten werden (aktuell U-Wert von 0,95 W/m²K). Dabei ist fast jede Fensterart mit der entsprechenden Verglasung in der Lage, die Vorgaben zu erfüllen. Außerdem muss der Antrag vor Beginn der Sanierung gestellt werden.

    Bei der Förderung für die Fenstererneuerung spielt seit dem 01.01.2021 das Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Ihrem neu ins Leben gerufenen Förderprogramm „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) eine große Rolle. Soll das Fenster im Rahmen einer Einzelmaßnahme getauscht werden, kann über das Programm "Bundesförderung für effiziente Gebäude" ein Zuschuss von 20 Prozent der Kosten (maximal 12.000 Euro) beantragt werden. Wird das Fenster im Rahmen einer Effizienzhaus-Sanierung erneuert, sind es bis zu 45 Prozent (maximal 54.000 Euro) der förderfähigen Kosten.

    Alternativ zur Bezuschussung ist es noch bis zum 30.06.2021 möglich, zinsgünstige Kredite bei der KfW zu bekommen. Ab dem 01.07.2021 läuft die Finanzierung ebenfalls über das BAFA. Für Einzelmaßnahmen gibt es das entsprechende Programm KfW 152. Hierüber können Sie einen Kredit von bis zu 50.000 Euro bei einem Tilgungszuschuss von 20 Prozent erhalten. Planen Sie eine Effizienzhaus-Sanierung, kommt das Programm KfW 151 in Frage. Hier beträgt der Kreditrahmen 120.000 Euro bei einem Tilgungszuschuss von bis zu 45 Prozent bzw. 54.000 Euro. Wenn Sie eine Förderung erhalten möchten, müssen Sie den Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.

    Nachträglich können Sie dank des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung von steuerlichen Erleichterungen für Ihre energetische Sanierung profitieren. Der Steuerbonus besagt, dass Sie über drei Jahre verteilt 20 Prozent Ihrer Investitionskosten von der Steuer absetzen können. Im besten Fall bekommen Sie also 40.000 Euro erstattet, wenn Sie nicht zuvor schon die KfW-Förderung in Anspruch genommen haben.

    KfW-Förderprogramme & Steuerbonus

    ProgrammGrundlageFörderung für neue Fenster
    KfW 151/152 (noch bis 30.06.2021)Energetische FenstersanierungAls Einzelmaßnahme: Bis zu 50.000 € Kredit inkl. 20 % Tilgungszuschuss
    Im Rahmen einer KfW-Effizienzhaussanierung: Bis zu 120.000 € inkl. 40 % Tilgungszuschuss
    KfW 159Barrierefreiheit/EinbruchschutzBis zu 50.000 €
    BEGEnergetische Fenstersanierung Als Einzelmaßnahme: Bis zu 10.000 € Investitionszuschuss
    Im Rahmen einer KfW-Effizienzhaussanierung: Bis zu 54.000 € Investitionszuschuss (je 20 % der förderfähigen Kosten)
    BEGEnergieberater (Baubegleitung)Bezuschussung von 50 % der förderfähigen Kosten, bis zu 4.000 €
    KfW 455-BBarrierereduzierungInvestitionszuschuss bis zu 6.250 €
    KfW 455-EEinbruchschutzInvestitionszuschuss bis zu 1.600 €
    Klimaschutzprogramm (Steuerbonus)Energetische FenstersanierungSteuererstattung von 20 % der Sanierungskosten verteilt auf drei Jahre, bis zu 40.000 €

    Energieeffizienz

    Eine hohe Energieeffizienz ist mit fast jeder Fensterart zu erreichen, da diese vor allem vom Rahmenmaterial und der entsprechenden Verglasung abhängt. Für Neubauten sind die Anforderungen an die Energieeffizienz besonders hoch. Fenster, die in einem Neubau installiert werden, dürfen den von der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) vorgegebenen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von maximal 1,3 W/m²K nicht überschreiten.

    Fenster sind aber nur ein Teil des Hauses. Sie können ihren Teil zur Energieeffizienz eines Gebäudes beitragen. Wenn aber die Fassade kaum oder schlecht gedämmt ist, können energetisch optimierte Fenster unter Umständen problematisch werden. Wärmebrücken und damit Schimmelbildung sind eine mögliche Gefahr. Umgehen können Sie dies durch die professionelle und individuelle Beratung eines Fachhandwerkers von SoBauenProfis.

    Bei Neubauten ist das gesamte Konzept des Hauses auf Energieeffizienz ausgelegt. Hier bilden die Fenster im Zusammenspiel mit einer gedämmten Gebäudehülle ein energetisches Gesamtkonzept. Wenn Fenster in einem Altbau ausgetauscht werden sollen, sollte bedacht werden, dass die Sanierungsmaßnahme zum Rest des Hauses passt.


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