Fenster inkl. Einbau von regionalen Handwerkspartnern

Fenster-Einbau: die wichtigsten Informationen

Wenn Sie Fenster einbauen möchten, gibt es einiges zu beachten. Denn genauso wichtig, wie die Wahl des richtigen Fensters, ist die fachgerechte Montage. Nur erfahrene Handwerker vom Fach haben das Wissen und die langjährige Erfahrung bei der Einschätzung der Bausubstanz, z.B. deren physikalische Eigenschaften und können diese somit beurteilen, um die richtigen Fenster einzubauen.

Die Bausubstanz muss schon bei der Bestellung der Elemente beachtet werden. Dies betrifft z.B. die Größe der Fenster mit Blick auf die thermische Ausdehnung. Fehler bei diesen Vorarbeiten, führen genauso wie ein fehlerhafter Fenster-Einbau zu Schäden an den Fenstern und an dem Gebäude.

Heimwerker oder Profi für den Fenstereinbau?

Im Gegensatz zu einem Fenster-Einbau im Neubau, müssen bei einem Fenster-Austausch im Altbau, die alten Fenster ordnungsgemäß ausgebaut und entsorgt werden. Wir raten davon ab, die Fenster selber einzubauen, da dem Heimwerker dafür meistens die nötige Erfahrung, das Wissen und das richtige Werkzeug fehlen. Fehler bei dem Einbau sind oft nicht sofort ersichtlich und treten erst nach einiger Zeit auf. Ein weiterer Vorteil eines Fachbetriebes ist auch die Haftung im Schadensfall. Folgende negative Auswirkungen können bei einer nicht korrekten Fenster-Montage auftreten:

  • Schimmelbildung
  • Wärmeschutz und Schallschutz nicht erfüllt
  • Einbruchschutz unzureichend
  • Undichte Fassade
  • Schäden am Gebäude
  • Fenster klemmen
  • Fenster schließen nicht luftdicht
  • Haltbarkeit verkürzt sich
  • Verfärbung der Fassade

Letztendlich entstehen Folge-Kosten, sowie gesundheitliche Probleme oder Schäden an der Bausubstanz, was Sie letztendlich Nerven kosten wird. Um diese störenden Faktoren von Anfang an zu eliminieren, empfehlen wir qualitativ hochwertige Fenster einbauen zu lassen (Made in Germany) und auf geschultes Fachwissen von Profihandwerkern zurückzugreifen.

Inhalt


    Anforderungen an den Fenster-Einbau

    Den Fenster-Einbau sollten Sie Profis überlassen
    Den Fenster-Einbau sollten Sie Profis überlassen. | ©New Africa / shutterstock.com

    Bei dem Fenster-Einbau gilt es den Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz gerecht zu werden. Dazu müssen die Anschlussfugen ordentlich abgedichtet sein. Umgebungseinflüsse wie Außentemperaturen, Regen, Wind und Licht wirken von außen auf die Fuge ein. Von innen, der Raumseite, sind es Raumlufttemperatur und Raumluftfeuchtigkeit. Zudem können weitere Einwirkungen hinzukommen: Bauwerksbewegungen, temperaturbedingte Längenausdehnung, das Gewicht des Fensters und dessen Nutzung. All diese Faktoren werden von den Fachleuten bei dem Fenster-Einbau berücksichtigt.

    Da die Fassade bei jedem Gebäude unterschiedlich ist, für jedes Fenster eine andere Einbausituation vorliegt und individuelle Ansprüche, wie z.B. Schallschutz oder Einbruchschutz, vorliegen, gibt es keine universelle Einbauanleitung für die Fenster-Montage. Jedoch gibt es eine auf die technischen Eigenschaften des Fensters und der Einbausituation zugeschnittene Lösung. Dabei berücksichtigt jede individuelle Lösung den richtigen Anschluss an das Mauerwerk. Dieser muss bestimmte Funktionen erfüllen, vornehmlich Schutz vor Wasser, Kälte, Schall und eine sichere Befestigung. Diese Funktionen werden in unterschiedlichen Ebenen erfüllt, die sogenannten Funktionsebenen. Die Ausführung dieser Funktionsebenen folgt immer bestimmten Grundprinzipien wie z.B. "innen dichter als außen".

    1. Funktionsebene: Befestigung

    Die erste Funktionsebene ist die Befestigung der Fenster. Diese muss das Fenster an Ort und Stelle halten und dabei auch gewisse temperatur- und witterungsbedingten Bewegungen aufnehmen und abfangen können. Die Befestigung muss zudem die Kräfte und Lasten in das Mauerwerk ableiten und zugleich spannungsfrei sein.

    Wenn die Ausführung der Funktionsebene der Fensterbefestigung nicht passend erfolgt, kann das Fenster sich lösen und folglich können andere Funktionsebenen beschädigt werden, was eine große Gefahr birgt. Diese Probleme können mit ihren Folgen auftreten:

    • Das Fenster kann sich lösen und herausfallen - gerade in höheren Stockwerken sehr gefährlich.
    • Wenn das Fenster nicht fest in der Wand verankert ist, kann man es eindrücken, um in das Haus zukommen.
    • Risse in der Dämmung, verursacht durch Stauchung oder zu viel Bewegung in der Dämmebene, führen zur Abschwächung des Schallschutzes oder ermöglichen, dass Feuchtigkeit in die Dämmung eintritt und somit der Wärmeschutz nicht gegeben ist.
    • Falsche oder zu fest gezogene Schrauben können das Profil verziehen, sodass Fensterflügel und Fensterrahmen nicht mehr formschlüssig ineinanderpassen und keine spannungsfreie Montage gegeben ist. Dies führt zu undichten Fenstern und hohem Verschleiß.
    • Durch thermische Veränderungen dehnt sich das Fenstermaterial unterschiedlich aus und reißt oder verzieht sich, wenn der Abstand zur Fassade falsch gewählt wurde.

    2. Funktionsebene: Dämmung

    Die zweite oder auch mittlere Funktionsebene erfüllt vorwiegend die Aufgabe des Wärmeschutzes und die des Schallschutzes. Hier wird die notwendige Anschlussfuge zwischen Fenster und Fassade gefüllt. Die Anschlussfuge ist erforderlich, um die Bewegungen des Elementes und der Fassade voneinander zu entkoppeln.

    Diese Probleme können auftreten, wenn die Funktionsebene nicht korrekt ausgeführt wird:

    • Temperaturveränderungen führen zu unterschiedlichen Dehnungen der Materialarten. Wenn die Breite der Anschlussfuge nicht richtig gewählt wird, kann es dazu kommen, dass das Dämmmaterial sehr gestaucht wird. Folglich verliert es seine dämmende Wirkung oder die Elastizität der Dämmung wird überschritten, sodass Risse in der Dämmung entstehen.
    • Nicht entsprechend gewählte Dämm- und Dichtstoffe verbinden sich nicht mit Fenster und Mauerwerk. Wärme und Feuchtigkeit werden nicht zurückgehalten.
    • Da Dämmschäume während der Verarbeitung giftig sind, können gesundheitliche Probleme bei unsachgemäßem Umgang auftreten.

    Die Komplexität beim Fenster-Einbau ist hoch. Profis können Ihnen helfen.

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    3. Funktionsebene: innere Abdichtung

    Generell gilt: Das Fenster muss einen schlechteren Dämmwert haben als die umgebende Wand. Grund hierfür ist, dass das in der Raumluft enthaltene Wasser sich bei Abkühlung der Luft an dem kältesten Punkt des Raumes absetzt. Dieser Punkt darf keine Wand sein, da es dort Schimmelbildung begünstigt, sondern sollte das wasserresistente Fenster sein. Da der Bereich des Fensters und auch der Abdichtung besonders Feuchtigkeit ausgesetzt sind, muss die Dämmung in diesem Bereich wasser- und luftdicht (diffusionsdicht) geschützt werden. Die innere Abdichtung bildet die Abgrenzung der Innenraumluft zur Dämmung. Als Grundregel ist hier zu beachten „innen dichter als außen“.

    4. Funktionsebene: äußere Abdichtung

    Die äußere Abdichtung schützt vor Eindringen von Wasser beispielsweise bei Schlagregen. Im Gegensatz zu der inneren Abdichtung soll sie allerdings nicht luftdicht, sondern diffusionsoffen (wasserdampfdurchlässig) sein. Der Grund hierfür ist wie folgt:
    Da die absolute Luftfeuchtigkeit im Innenraum höher ist als außen, kommt es zur Kondensation am Fensterelement. Diese Feuchtigkeit gelangt trotzt bester Abdichtung in die Dämmung. Damit diese sich dort nicht sammelt, muss sie nach außen entweichen können. Zugleich muss die äußere Dichtungsebene aber auch das Eindringen von Wasser in größeren Mengen verhindern, dies ist die sogenannte Schlagregendichtheit. Diese Anforderung gilt nur bei Abdichtungen, die mehr als 15 cm über der wasserführenden Oberfläche im Außenbereich sind. Das heißt bei Fenstern, die mehr als 15 cm vom Boden entfernt sind. Bodentiefe Elemente müssen in den unteren 15 cm über dem Boden wasserdicht abgedichtet werden, da hier durch die stehende Feuchtigkeit und Nässe andere Belastungen herrschen. Hier gelten die Vorschriften zur Gebäudeabdichtung und für Dachdecker und nicht die zur Fensterabdichtung.

    Die Komplexität eines Fensteraustausches oder eines Fenstereinbaues im Neubau ist sehr hoch und bedarf der Hilfe von Profi-Fachhandwerkern, die genügend Erfahrung mitbringen.

    RAL-Montage: das Qualitätsversprechen

    Eine RAL-Montage bezeichnet einen Qualitätsstandard, der bei der Montage neuer Fensterelemente eingehalten wird. Die Gütegemeinschaft Fenster, Fassaden und Haustüren e.V. gibt den Leitfaden zur RAL-Montage heraus, an den sich Handwerkspartner halten. Die Kennzeichnung geschieht stets objektiv, zuverlässig und ist aktuell. Wer eine RAL-Montage für die Fenster beauftragt, stellt sicher, dass diese unter Berücksichtigung auf bauliche Besonderheiten des Gebäudes, Anforderungen des Materials und Einhaltung der Energiesparverordnung vorgenommen werden.

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