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Bild: Holz-Aluminium-Fenster Nachhaltigkeit

Hochwertige Fenster von regionalen Handwerkspartnern anfragen

Förderung für neue Fenster - das müssen Sie wissen

Wenn Sie sich für eine Fenstersanierung entschieden haben, können Sie auf finanzielle Unterstützung bauen. Denn eine hohe staatliche Förderung hilft Ihnen dabei, die Anschaffungskosten für neue Fenster deutlich zu senken. Wir zeigen Ihnen, welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen, was bei der Beantragung zu beachten ist und für welche Maßnahmen Ihnen Kredite und Zuschüsse in welchem Umfang zustehen.

Inhalt


    Über Förderungen in Deutschland

    Bild: Ein Paar freut sich über die erhaltene KfW Förderung
    Eine Förderung für neue Fenster können Sie auch über die Steuererklärung geltend machen. | © bbernard / shutterstock.com

    Förderungen für neue, moderne Fenster erhalten Sie in Deutschland seit dem 01.01.2021 über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). In den vergangenen Jahren war hauptsächlich die KfW für die Auszahlung der Förderungen für energetische Sanierung verantwortlich. Den Förderkredit inkl. Tilgungszuschuss erhalten Sie noch bis zum 30.06.2021 weiterhin bei der KfW.

    Da neue Fenster den energetischen Zustand eines Hauses deutlich verbessern, hat die Bundesregierung im Zuge ihres Klimaschutzprogramms finanzielle Anreize für die Sanierung geschaffen. Das betrifft aber nicht nur die überregionalen und die regionalen Förderprogramme. Auch über das Finanzamt können Sie im Nachhinein von der Anschaffung neuer Fenster profitieren. Die Investitionskosten lassen sich über die Steuer bis zu 20 Prozent absetzen.

    Institutionen im Überblick

    Wenn es um die Förderung für neue Fenster geht, stehen Ihnen neben den überregionalen Förderungen der KfW und BAFA auch weitere regionale Förderprogramme zur Auswahl. Auch Faktoren wie Barrierefreiheit und Einbruchschutz werden von der KfW bezuschusst. Darüber hinaus gibt es von Bremen bis Bayern einige weitere Förderprogramme, die Sie je nach Wohnort in Anspruch nehmen können. Die wichtigsten Programme der Bundesländer, in denen Sie von einer finanziellen Unterstützung profitieren können, haben wir für Sie zusammengestellt.

    InstitutionFörderungFördergebiet
    Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)„Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)"Ganz Deutschland
    Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)„Energieeffizient Sanieren - Kredit" (KfW 151/152) noch bis 30.06.2021 ganz Deutschland
    „Altersgerecht barrierefrei Umbauen & Einbruchschutz - Kredit" (KfW 159)
    „Altersgerecht Umbauen & Einbruchschutz - Investitionszuschuss" (KfW 455)
    „Energieeffizient Bauen & Sanieren - Zuschuss Baubegleitung" (KfW 431) noch bis 30.06.2021
    Investitionsbank Berlin (IBB)„Wohnraum modernisieren"Berlin
    „Altersgerecht Wohnen"
    BayernLabo„Bayerisches Modernisierungsprogramm"Bayern
    L-Bank„Energieeffizienzfinanzierung - Sanieren"Baden-Württemberg
    BreMo GbR, BAB (Bremer Aufbau-Bank) „Wärmeschutz im Wohngebäudebestand"Bremen
    „Sanierung selbstgenutztes Wohneigentum" (für energetische Sanierung, Herstellung von Barrierefreiheit sowie Einbruchschutz)
    Investitions- und Förderbank (IFB)„Modernisierung von Mietwohnungen"Hamburg
    „Barrierefreier Umbau von Mietwohnungen"
    „Wärmeschutz im Wohngebäudebestand"
    NBank„Energieeffizienzdarlehen Niedersachsen"Niedersachsen
    NRW.Bank „NRW.Bank Gebäudesanierung bei selbst genutzem Wohneigentum (Barrierefreiheit & Energieeffizienz)"Nordrhein-Westfalen
    „Verbesserung Energieeffizienz & Einbruchschutz"
    Sächsische Aufbaubank (SAB)„Energetische Sanierung von Wohnraum"Sachsen
    „Wohnraumförderung: energieeffiziente & barrierereduzierende Sanierung bestehenden Wohnraums"
    Investitionsbank (IB)„Sachsen-Anhalt MODERN"Sachsen-Anhalt
    Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB SH)„Zuschuss für Selbstnutzer"Schleswig-Holstein

    Diese Förderung gibt es für neue Fenster

    Um von einer Förderung für neue Fenster zu profitieren, können Sie sich zunächst einmal an der Energieeinsparverordnung (EnEV) orientieren. Dabei sollten Sie sich am besten gleich von einem Energieberater unterstützen lassen. Die EnEV gibt vor, dass Fenster den sogenannten U-Wert bzw. Wärmedurchgangskoeffizienten erreichen oder unterschreiten müssen.

    Dieser Wert beschreibt, wie viel Wärmeenergie bei einem Temperaturunterschied von einem Grad Celsius zwischen innen und außen pro Stunde und Quadratmeter Fläche verloren geht. Bei einem Standard-Fenster mit 3-fach Verglasung ist das z. B. der Wert 0,95, bei barrierearmen Fenstern 1,1 und bei Denkmalschutz-Fenstern 1,4. Je niedriger dieser Wert ist, desto niedriger sind auch der Energieverlust und damit Ihre Energiekosten.

    Wenn Sie diese Mindestanforderungen erfüllen, können Sie bei Ihrer Sanierungsmaßnahme Förderung erhalten. Dabei sind vor allem zwei Programme von Belang. Die Finanzierungsmöglichkeit der KfW 151/152 ist ein Kredit, der neue Fenster sowohl als Einzelmaßnahme als auch im Rahmen der Effizienzhaussanierung unterstützt. Bei der Einzelmaßnahme kann ein Kredit von bis zu 50.000 Euro beantragt werden, wobei ein Tilgungszuschuss bis zu 20 Prozent (max. 10.000 Euro) gewährt wird.

    Das zweite in Betracht kommende Förderprogramm ist das neue Förderprogramm vom BAFA „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG). Ein direkter Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. In diesem Fall werden 20 Prozent der förderfähigen Kosten bis zu einer Summe von 12.000 € ausgezahlt.

    Nicht zu vergessen ist, dass Sie auch steuerlich von neuen Fenstern profitieren können. Im Rahmen des Klimaschutzpakets fördert die Bundesregierung Einzelmaßnahmen, die zur energetischen Gebäudesanierung beitragen. Das bedeutet, dass Sie für Ihre Fenstersanierung 20 Prozent der Aufwendungen (maximal 40.000 Euro), verteilt über drei Jahre, von der Steuer absetzen können. Diese Variante ist möglich, wenn Sie nicht schon auf die Förderprogramme der KfW oder dem BAFA zurückgegriffen haben.

    U-Wert als Voraussetzung für staatliche Förderung

    Bei einer Fenstersanierung kommt es ganz darauf an, wie Sie die Maßnahme finanzieren wollen. Wenn Sie bei den kompletten Kosten zunächst auf eigene Mittel zurückgreifen oder Sie einfach keinen Kredit abbezahlen möchten, empfehlen wir Ihnen, den Zuschuss BAFA BEG zu beantragen.

    Wenn es für Sie keinen Unterschied darstellt, dass Sie Ihre komplette Förderung verteilt über 3 Jahre erhalten (1. und 2. Jahr: 7 %, 3.Jahr: 6 %) und der Aufwand, sich mit den Antragsverfahren unterschiedlicher Institutionen auseinanderzusetzen zu groß ist, passt der Steuerbonus gut zu Ihren Bedürfnissen. Wenn Sie nicht den gesamten Preis für neue Fenster auf einmal aufbringen wollen oder können, sollten Sie auf den Kredit KfW 151/152 zurückgreifen.

    Förderung für Fenster im Neubau

    Bild: Ein Neubau profitiert von einer Förderung
    Im Neubau können Sie von der Anschaffung hochwertiger Fenster profitieren - allerdings nur indirekt. | © rudolfgeiger / shutterstock.com

    Eine direkte Förderung für Fenster im Neubau gibt es nicht. Dennoch können Sie über den Kredit KfW 153 (noch bis zum 30.06) indirekt von der Anschaffung moderner Fenster profitieren, wenn Sie sich beim Bau selbst ganzheitlich an den Maßstäben für die Errichtung eines KfW-Effizienzhauses orientieren. Je energieeffizienter das gesamte Haus ist, desto höher fällt auch die Förderung aus.

    Insgesamt können Sie bis zu 120.000 Euro Kredit je Wohnung erhalten, wovon sie 25 Prozent weniger zurückzahlen müssen, wenn die höchstmöglich Effizienzhaus-Stufe 40 plus erreicht wird. Die Begleitung durch einen Energieberater ist zwar verpflichtend, aber auch dieser kann mit bis zu 4.000 Euro extra gefördert werden.

    Förderung inklusive aller Nebenarbeiten

    Die Förderung für neue Fenster im Bestandsbau bezieht sich nicht nur auf die Materialkosten, den fachgerechten Einbau sowie die Verarbeitung. Bezuschusst werden auch alle Nebenarbeiten, die im Zuge der energetischen Sanierung anfallen. Das beinhaltet z. B. vorbereitende Tätigkeiten, die im Zuge der förderfähigen Maßnahmen anfallen. Baustelleneinrichtung, Absperrungen, Rüstarbeiten und Wiederherstellungsarbeiten sind bei der Förderung inklusive.

    Explizit nicht gefördert werden Kosten von Behörden- und Verwaltungsleistungen, Umzugskosten sowie Aufwendungen für Ausweichquartiere, die während der Bauarbeiten anfallen können. Auch Kapitalkosten, Steuerbelastungen des Baugrundstücks und Kosten der Zwischenfinanzierung gehören nicht zu den von der KfW geförderten Nebenarbeiten.

    Für diese Nebenarbeiten erhalten Sie Förderung

    Förderfähiges ElementFörderung für wichtige Nebenarbeiten
    Neue FensterBaustelleneinrichtung
    Absperrungen
    Austausch oder Anpassung von Fensterbänken
    Notwendige Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten
    Entsorgung der alten Fenster
    Inbetriebnahme oder Einweisung

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    Förderung für Fenster beantragen

    Bild: Förderung für Fenster mit der KfW
    Die KfW stellt für energetische Maßnahmen sowohl Kredite als auch direkte Zuschüsse zur Verfügung. | © Rock and Wasp / shutterstock.com

    Wenn Sie eine Förderung für Ihre neuen Fenster bei der KfW oder dem BAFA beantragen, sollten Sie vor allem zwei Dinge beachten: Erstens muss der Antrag sowohl bei KfW 151/152 als auch bei BAFA BEG zusammen mit einem Energieberater gestellt werden, zweitens muss dieser vor (!) Beginn der Umsetzung gestellt werden. Eine Kostenerstattung im Nachhinein ist nicht möglich. Dabei gilt der Start der eigentlichen Fenstersanierung als Baubeginn.

    Bevor Sie den Antrag für den Zuschuss BEG online über das elektronische Anfrageformular beantragen können, benötigen Sie eine so genannte technische Projektbeschreibung (TPB) durch einen Energie-Effizienz-Experten (Energieberater). Beim Kredit 151/152 wird der Antrag auf Förderung zunächst von Ihrer Hausbank geprüft, um die Finanzierung zu klären. Der letzte Schritt ist die Einreichung eines Verwendungsnachweises bzw. die Bestätigung der durchgeführten Arbeiten innerhalb von 9 Monaten nach Erhalt des Förderbetrags.

    Kosten für den Energieberater

    Wenn Sie Förderung für Fenster beim BAFA beantragen möchten, ist die Beauftragung eines Energieberaters verpflichtend, der Sie während der Fenstersanierung begleitet. Die Kosten für einen Energieberater liegen dann bei ca. 400 Euro. Dieser ist für die Bestandsaufnahme zuständig und unterstützt Sie zudem von der Planung über die Einreichung des Förderantrags bei bis zum Abschluss der Arbeiten. Diese Investition fördert die BAFA ebenfalls über das BEG mit 50%. Der entsprechende Antrag muss vor Beginn der energetischen Fenstersanierung gestellt werden.

    Kostenreduzierung für einen Energieberater durch BAFA BEG

    Preisbeispiel: Förderung für einen EnergieberaterKosten
    Beratung und Begleitung eines zertifizierten Energieberaters800€
    Förderung: BAFA BEG400 € (50 % der Kosten)
    Effektive Kosten400€

    Neue Fenster von der Steuer absetzen

    Mit dem Klimaschutzprogramm der Bundesregierung gibt es eine weitere Möglichkeit, um die Kosten für die Anschaffung neuer Fenster zu reduzieren. Verteilt auf einen Zeitraum von drei Jahren können Sie bis zu 20 Prozent (max. 40.000 Euro) der Sanierungskosten von der Einkommensteuer absetzen, wenn die entsprechende Immobilie älter als zehn Jahre ist und vom Hausbesitzer bewohnt wird. Diese Option ist möglich, wenn Sie zuvor bei der Finanzierung nicht schon auf Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW oder dem BAFA) zurückgegriffen haben.

    Hinsichtlich der technischen Mindestvoraussetzungen gelten nämlich die gleichen Kriterien. Das bedeutet, dass Sie sich z. B. am entsprechenden Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) orientieren müssen. Die Einhaltung muss von einem Fachbetrieb bescheinigt werden, ein Energieberater ist jedoch nicht verpflichtend.

    Zudem können Sie die eigentlichen Handwerkerleistungen für das Einsetzen Ihrer Fenster von der Steuer absetzen. Dafür müssen Sie einen Rechnungsbeleg einreichen, den Sie per Überweisung bezahlt haben. Von den Arbeitskosten dürfen Sie 20 Prozent von Ihrer Steuerschuld abziehen, im besten Fall bekommen Sie also 1.200 Euro erstattet. Im Gegensatz zu den gesamten Sanierungskosten können Sie die Kosten für Handwerkerleistungen auch angeben, wenn Sie bereits Förderung von der KfW oder dem BAFA erhalten haben.

    Steuerliche Vorteile durch Handwerkerarbeiten

    LeistungFörderungMit KfW-Förderung kombinierbar?
    Fenstersanierung20 % der Sanierungskosten können verteilt auf drei Jahre von der Steuer abgesetzt werden, maximal 40.000 €nein
    Handwerkerarbeiten20 % der Arbeitskosten dürfen von der Steuer abgesetzt werden, maximal 1.200 €ja

    Regionale Zuschüsse für Fenster

    Neben der deutschlandweiten Förderung durch die KfW bieten zahlreiche Bundesländer und Kommunen auch regionale Zuschüsse für Fenster an. Besonders bekannt sind z. B. die Programme „IFB - Wärmeschutz in Gebäudebestand“ (Hamburg), „IBB - Wohnraum modernisieren“ (Berlin) und „NBank - Energieeffizienzdarlehen Niedersachsen“.

    Neben den bekannten Programmen gibt es je nach Bundesland, Region oder Kommune aber auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Unsere Partner helfen Ihnen bei individuellen Fragen gerne weiter. Außerdem können Sie sich bei der Förderdatenbank des Bundes eine erste Orientierung verschaffen.


    FAQs zur Förderung von Fenstern

    Sie haben Fragen? Schnelle und präzise Antworten finden Sie in unseren FAQs zur Förderung von Fenstern.

    Nachträgliche Förderung für Fenster?

    Bild: Ein Fenster im Einbau
    Auch Heimwerker bezuschusst die KfW - in diesem Fall allerdings nur die Materialkosten. Daher ist es ratsam, diese Aufgabe einem Profi zu überlassen. | © Yuriy Golub / shutterstock.com

    Eine nachträgliche Förderung für neue Fenster ist über eine staatliche Institution wie die KfW nicht möglich, da es vorgeschrieben ist, den Antrag vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen einzureichen. Die einzige Möglichkeit, eine Förderung nach Abschluss der Arbeiten zu erhalten, bietet die Einkommensteuererklärung. Dort können Sie über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt 20 Prozent (max. 40.000 Euro) der Sanierungskosten absetzen. Auch Handwerkerleistungen können bis zu 1.200 Euro pro Jahr nachträglich erstattet werden.

    Sind Eigenleistungen förderfähig?

    Nein, Eigenleistungen und dabei entstandene Materialkosten sind aufgrund der notwendigen Qualitätssicherung nicht förderfähig, sondern nur Leistungen von Fachunternehmen und die Kosten des durch ein Fachunternehmen verbauten Materials.


    Förderung für 2-fach Verglasung

    Theoretisch hängt die Förderung nicht davon ab, ob Sie beim Einbau Ihrer neuen Fenster auf 2-fach Verglasung oder auf 3-fach Verglasung setzen. Entscheidend ist, dass der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von 0,95 W/m²K nicht überschritten werden darf. Da dies bei Fenstern mit 2-fach Verglasung aber eher selten der Fall ist, ist eine Förderung zumeist nicht möglich. Bei barrierearmen und einbruchsicheren Fenstern liegt der Grenzwert aber bei 1,1 W/m²K, sodass Sie in diesem Fall mit 2-fach Verglasung von einer BAFA-Förderung profitieren können.


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