Bild: Ein Dreh-Kipp-Fenster im Eigenheim

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Fensterrahmen - welches Fenstermaterial passt zu Ihnen?

Bei der Auswahl neuer Fenster ist die Entscheidung für einen passenden Fensterrahmen alles andere als unwichtig. Denn die verschiedenen Fenstermaterialien Kunststoff, Aluminium und Holz unterscheiden sich unter anderem in puncto Preis, Pflege, Energieeffizienz und Langlebigkeit voneinander. In einem Vergleich erfahren Sie alles über die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Materialien für Fensterrahmen und erhalten so eine Entscheidungshilfe.

Inhalt


    Das Wichtigste zum Fensterrahmen

    Ein Fensterrahmen besteht aus einem Blendrahmen sowie einem Flügelrahmen. Der Blendrahmen ist dabei der Teil, der die Stabilität der Konstruktion ausmacht, da er fest mit dem Mauerwerk verbunden ist. Der Flügelrahmen umfasst das Fensterglas. Für Blend- und Flügelrahmen, im Folgenden als Fensterrahmen oder Fenstermaterial bezeichnet, können die Werkstoffe Kunststoff, Holz und Aluminium sowie Kombinationenaus Holz und Aluminium oder Aluminium und Kunststoff zum Einsatz kommen.

    Es gibt zahlreiche Anforderungen, die moderne Fenster erfüllen sollten. Dabei ist das Thema Energieeffizienz ein sehr wichtiger Punkt, da gutes Fenstermaterial auch die Funktion der Wärmedämmung übernimmt. Aber auch Themen wie Stabilität, um große Verglasungen tragen zu können, leichte Pflege, Einbruchsicherheit und Schallschutz sind wichtige Kriterien, die ein Fenster erfüllen muss. Zudem tragen das passende Fenstermaterial sowie die individuelle Gestaltungsvielfalt bei beispielsweise Design, Farbauswahl und Form dazu bei, dass Sie sich in Ihrem Haus wohlfühlen.

    Technik auf höchstem Niveau

    Bild: Eine Frau öffnet ihr neues Fenster
    Die Wahl der Materialien für Fenster im Eigenheim fällt üblicherweise auf Holz, Kunststoff oder Aluminium. | © Yuganov Konstantin / shutterstock.com

    Die Auswahl des passenden Materials für Ihr neues Fenster ist eine wichtige Entscheidung. Doch abgesehen davon, ob der Rahmen aus Kunststoff, Alu, Holz oder einer Kombination besteht, sollten Sie bedenken, dass alle Varianten Technik auf höchstem Niveau garantieren. Um von sämtlichen Vorzügen dieser Technik auch mehrere Jahrzehnte lang zu profitieren, sollte die fachgerechte Montage in professionelle Hände gelegt werden. Denn mit hochwertigem Material muss immer auch eine sachkundige Verarbeitung einhergehen.

    Das beinhaltet z. B., dass der Einbau des Blendrahmens luftdicht erfolgen muss, um unnötige Energieverluste zu vermeiden. Auch die Wirksamkeit des Einbruchschutzes hängt zum Teil von der entsprechenden Montage ab. Hochwertige Beschläge, die pflegeleicht sind, sowie eine richtige Verglasung komplettieren ein qualitativ hochklassiges Fenster und garantieren, dass Sie 30 Jahre und mehr davon profitieren können.


    Material-Vergleich: Vorteile, Nachteile und Preise

    Kunststoff, Holz, Aluminium, Holz-Alu oder Stahl - zwischen diesen fünf verschiedenen Materialarten können Sie wählen, wenn Sie neue Fenster kaufen wollen. Dabei weist jedes Material seine ganz eigenen Merkmale auf. Auch beim Preis gibt es teilweise deutliche Unterschiede, die sich nicht nur durch das hochwertige Material selbst, sondern auch durch die aufwendige Fertigung erklären lassen. Im Folgenden verschaffen wir Ihnen einen kurzen Überblick über die jeweiligen Eigenarten aller Fenstermaterialien.

    Vorteile und Nachteile verschiedener Werkstoffe

    FensterrahmenVorteileNachteileÜbliche Kosten
    Kunststofflanglebigverbesserungsfähige Ökobilanz, Entwicklung giftiger Gase im Brandfallab 500 € mit Einbau
    witterungsbeständig
    stabil
    pflegeleicht
    recyclebar
    einbruchsicher
    hohe Gestaltungsvielfalt
    passivhaustauglich bei entsprechender Verglasung
    Holznachhaltigetwas höherer Aufwand für Pflege & Wartungab 700 € mit Einbau
    ansprechende Optik und Haptik
    gute Wärmedämmung
    langlebig
    stabil
    einbruchsicher
    hohe Gestaltungsvielfalt
    Aluminiumsehr stabilschlechte Ökobilanz, Dämmeigenschaften nicht optimalab 900 € mit Einbau
    sehr langlebig
    witterungsbeständig
    guter Einbruchschutz
    pflegeleicht
    Realisierung von großen Fensterflächen möglich
    modernes Design
    Holz-Alusehr langlebighöhere Anschaffungskosten als alle anderen Materialienab 750 € mit Einbau
    gute Dämmeigenschaften
    auch für Passivhäuser geeignet
    pflegeleicht
    ansprechende Optik
    witterungsbeständig
    viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten
    Stahlfensterschmal und stabilGeräusch- & Wärmedämmung schlechterab 900 € mit Einbau
    guter Einbruchschutz
    pflegeleicht
    modernes Design
    hohe Belastbarkeit

    Kunststofffenster

    Kunststofffenster aus PVC sind so etwas wie ein Klassiker, auf den viele Bauherren bei Neubau und Sanierung häufig zurückgreifen. Die Gründe dafür sind vielseitig. Kunststofffenster sind, verglichen mit anderen Rahmenmaterialien, in der Anschaffung mit 500 Euro aufwärts bei hoher Qualität vergleichsweise günstig. Dieser Fenstertyp zeichnet sich durch eine gute Wärme- und Schalldämmung aus. Zudem ist PVC aufgrund seiner guten Verarbeitbarkeit ein Garant dafür, auch außergewöhnliche Fensterformen zu realisieren. Die Rahmen sind besonders wartungsarm und langlebig. Als Nachteil ist aufzuführen, dass Kunststofffenster aufgrund der statischen Aufladung vermehrt Staub anziehen.

    Dagegen lässt sich allerdings mit Antistatik-Sprays oder einer Anti-Schmutz-Schiene vorgehen. Ein Grund, warum sich manche Bauherren gegen Kunststofffenster entscheiden, ist oftmals die weniger ansprechende Ästhetik. Das ist allerdings rein subjektiv. Nicht von der Hand weisen lässt sich hingegen die ausbaufähige Ökobilanz, die durch die Fertigung entsteht. Das ist allerdings auch im Vergleich zu betrachten. Moderne Kunststofffenster sind wiederverwertbar, sodass neue Fensterrahmen aus einem hohen Anteil an schon einmal verarbeiteten Kunststoffen hergestellt werden. Langfristig sparen sie mehr Energie ein, als bei ihrer Produktion verwendet wird.

    Holzfenster

    Bild: Ein Raum mit Holzfenstern
    Holzfenster liefern nachweisbar einen positiven Beitrag zu einer guten Gesundheit. | © Oranje Travel / shutterstock.com

    Holzfenster besitzen eine jahrhundertelange Tradition und Holz ist auch heutzutage ein sehr beliebtes Fenstermaterial. Zwar lassen sich durchaus allgemeingültige Aussagen über Holzfenster formulieren, dennoch gibt es Unterschiede zwischen Hartholz (u. a. Eiche und tropische Hölzer) und Weichholz (u. a. Fichte und Kiefer). Tendenziell besitzt Holz eine sehr gute Wärmedämmung, wobei Weichhölzer dank ihrer groben Zellstruktur hierbei noch etwas besser geeignet sind. Harthölzer haben aufgrund ihrer Dichte hingegen Vorteile beim Einbruchschutz.

    Allgemein lässt sich festhalten, dass Holz als nachwachsender Rohstoff eine fast neutrale Ökobilanz aufweist. Auch die Optik, Haptik sowie der Beitrag zu einem angenehmen Wohnklima tragen dazu bei, dass Holzfenster, die preislich bei 700 Euro beginnen, äußerst beliebt sind. Um den Pflege- und Wartungsaufwand möglichst niedrig zu halten und zu verhindern, dass sich die Fenster zersetzen oder von Feuchtigkeit beeinträchtigt werden, sind regelmäßige Schutzlasuren oder Lackierungen notwendig. Auch Öle und Wachse helfen dabei, die Lebensdauer auf natürliche Art und Weise zu verlängern.

    Aluminiumfenster

    Preislich liegt das Aluminiumfenster bei 900 Euro aufwärts und ist damit teurer als das Kunststofffenster und das Holzfenster. Der Grund dafür liegt u. a. darin, dass Aluminiumfenster zwei entscheidende Komponenten miteinander vereinen. Aluminium, das aus dem Erz Bauxit gewonnen wird, ist sowohl äußerst stabil als auch leicht. Das bedeutet, dass auch sehr große Fensterflächen realisierbar sind, ohne dass sich dies negativ auf die Statik des Hauses auswirkt. Die Stabilität trägt zudem dazu bei, dass Aluminiumfenster für einen effektiven Schutz gegen Einbruch stehen. Auch die Witterung kann Aluminium bei einem niedrigen Wartungsaufwand nur wenig anhaben, da es nicht rostet.

    Beim Thema Umweltbelastung können Aluminiumfenster hingegen nicht mit den vorderen Plätzen konkurrieren. Der Energieaufwand für die Umwandlung von Bauxit ist ziemlich hoch. Im Haus selbst hat Aluminium aufgrund seiner hohen Wärmeleitfähigkeit seine einzige Schwäche beim Thema Wärmedämmung. Allerdings gibt es inzwischen sehr moderne Fensterrahmen, die dieses Problem durch eine Isolierung korrigieren können. Außen- und Innenschalen des Fensterrahmens werden thermisch voneinander getrennt, sodass der Innenteil nicht in direkter wärmeleitender Verbindung zum Außenteil steht. Das sorgt für eine verbesserte Wärmedämmung.

    Holz-Alu-Fenster

    Die Stärken von zwei Materialien vereint das Holz-Alu-Fenster, das daher insgesamt kaum Nachteile mit sich bringt. Der Preis mit Einbau beginnt bei 750 Euro und ist somit eine höhere Investition als bei Kunststofffenstern oder Holzfenstern, dafür senken Sie Ihre Energiekosten langfristig erheblich und müssen sich auch über die Wartung und Pflege kaum noch Gedanken machen.

    Technisch gesehen handelt es sich bei einem Holz-Alu-Fenster um ein Holzfenster, das mit einer Aluminiumverblendung versehen ist. Das bedeutet, dass das Holz von außen gegen jegliche Witterungseinflüsse geschützt ist. Im Inneren trägt es zu einer wohnlichen Atmosphäre bei. Unter der Voraussetzung, dass Verglasung und Beschläge ebenfalls sicher sind, liefern Holz-Alu-Fenster außerdem einen sehr guten Einbruchschutz.

    Stahlfenster

    Stahlfenster wurden lange Zeit vornehmlich im industriellen Bereich eingesetzt, da bei ihnen der Sicherheitsaspekt besonders gut ausgeprägt ist. Sie gelten als äußerst stabil und unverwüstlich. Inzwischen werden sie aber auch im privaten Bereich dort verwendet, wo die Profilbreite trotz großer Glasfläche fein, schmal und filigran sein soll.

    Die Vorteile liegen bei modernen Stahlfenstern neben der Einbruchsicherheit auch darin, dass sie feuerresistent sind. Zudem sind sie sehr pflegeleicht, witterungsbeständig und auch optisch nicht zu unterschätzen. Nur beim Thema Wärmedämmung sind sie von Natur aus weniger effektiv.


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    Welches Fenstermaterial wählen?

    Bild: Ein Gaubenfenster in einem Hochhaus
    Bei der Wahl des passenden Fensterrahmens kommt es immer auf die individuellen Gegebenheiten und Präferenzen an. | © ImageFlow / shutterstock.com

    Profitieren Sie jahrzehntelang von Ihren neuen Fenstern, indem Sie auf hochwertiges Fenstermaterial setzen. Ob Kunststoff, Holz, Aluminium oder Holz-Alu - die passende Wahl hängt immer von einer Reihe Faktoren ab, die sich je nach individuellen Gegebenheiten, Anforderungen und Geschmäckern unterscheiden können. Damit Ihnen bei der Entscheidungsfindung für den richtigen Fensterrahmen kein wichtiger Aspekt verloren geht, können Sie sich an unserer Checkliste orientieren.

    Checkliste Fensterrahmen

    KriteriumWichtige Fragen
    Bausituation1. Planen Sie die Fenster in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus, Bürogebäude oder Passivhaus?
    2. Wie lassen sich die neuen Fenster in das Gesamtkonzept integrieren?
    Anforderungen1. Was wollen Sie mit Ihren neuen Fenstern erreichen?
    2. Sollen sie z. B. ästhetischen Aspekten genügen, einen besseren Schutz vor Lärm liefern oder wollen Sie durch einen besseren Lichteinfall den Wohlfühlfaktor erhöhen?
    3. Wollen Sie Ihre Sicherheit durch einen besseren Einbruchschutz erhöhen oder ist eine bessere Wärmedämmung Ihr Hauptanliegen?
    Förderung1. Welche staatlichen Zuschüsse können Sie bei welchem Fenstermaterial und für unterschiedliche Maßnahmen erhalten?
    2. In welcher Höhe können Sie Ihre Investition von der Steuer absetzen?
    OptikWelcher Fensterrahmen passt zum optischen Gesamtbild des Hauses?
    PflegeMit welchem Material bzw. welchen Maßnahmen haben Sie möglichst wenig Aufwand damit, die Lebensdauer der Fenster weiter zu erhöhen?
    GesetzeAn welchen Bestimmungen, Gesetzen und Normen müssen Sie sich orientieren?
    KomfortWelcher Komfort kann beim Kauf eines neuen Fensters gleich dazugewonnen werden? Beispiele: Verbesserter Sonnenschutz und Sichtschutz, Barrierefreiheit, automatische Rollläden, Smart-Home-Technologie etc.
    GestaltungsmöglichkeitenWelches Fenstermaterial bietet Ihnen die besten Voraussetzungen, um die neuen Fenster in Größe, Form und Optik individuell zu gestalten?

    Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

    Fenster sind zunächst einmal ein energetischer Schwachpunkt im Haus, über den viel Wärme verloren gehen kann. Das lässt sich aber minimieren, wenn Sie sich für hochwertiges Fenstermaterial entscheiden und auch die Montage professionellen Handwerkern überlassen. Bestanden früher noch größere Unterschiede hinsichtlich der Energieeffizienz, so weisen inzwischen alle modernen Fensterrahmen gute bis sehr gute Dämmwerte auf. Bei Kunststofffenstern wird dafür ein Mehrkammersystem verwendet. Auch bei Aluminiumfenstern, die normalerweise eine hohe Wärmeleitfähigkeit haben, wird dieser Effekt durch einen mehrschaligen Aufbau umgangen.

    Holzfenster besitzen diese Eigenschaft schon von Natur aus und sind zudem in puncto Nachhaltigkeit die beste Wahl. Zunächst einmal ist Holz äußerst langlebig und außerdem ein nachwachsender Rohstoff. Das bedeutet, dass Sie bei einem Fensterrahmen aus Holz die Umwelt nicht belasten. Bei Kunststoff und Aluminium lässt sich das nicht ganz so klar sagen. Fensterrahmen aus Kunststoff sind zwar schwer abbaubar, lassen sich aber recyclen. Das gilt auch für das Aluminiumfenster, wobei sich hier der hohe Energieaufwand für die Fertigung negativ auf die Ökobilanz auswirkt.

    Gute bis sehr gute Dämmwerte mit jedem Material

    Rahmenmaterial mit 3-fach VerglasungU-Wert je Quadratmeter und Kelvin
    Kunststoff0,86
    Holz0,9
    Aluminium1,1
    Holz-Alu0,9

    Haltbarkeit und Reparaturen

    An qualitativen und modernen Fensterrahmen aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Holz-Alu können Sie sich 30 Jahre und mehr erfreuen. Die Haltbarkeit hängt bei dem jeweiligen Fenstermaterial in unterschiedlichem Maße von der Pflege ab. Holz-Alu, Kunststoff und Aluminium sind als Materialien äußerst witterungsbeständig und durch ihre Stabilität zudem sehr einbruchsicher. Reparaturen und Pflege sind in diesem Fall für Sie eher kein Thema. Aluminiumfenster sind bei salzhaltiger Seeluft (z. B. an der Nordsee) eher anfällig für Korrosion, was aber mit einer entsprechenden Behandlung der Oberfläche umgangen werden kann.

    Hochwertige Kunststofffenster sind ebenfalls sehr lange haltbar und bieten zudem Schutz vor Einbrechern. Die früheren Nachteile, wie Verformungen bei Temperaturunterschieden oder das Festsetzen von Staub an den Rahmen, sind inzwischen ausgemerzt. Auch der Pflegebedarf ist überschaubar. Simples Wasser und Spülmittel reichen völlig aus, um das Fenster ein- bis zweimal im Jahr von seinem Schmutzfilm zu befreien.

    Beim Holzfenster kommt die Pflegeintensität sehr darauf an, welche Maßnahmen beim Fensterkauf gleich mit vollzogen werden. Sie sollten auf jeden Fall bedenken, dass sich Holz zersetzt, wenn es nicht genügend geschützt wird. Hochwertige Holzfenster sind aber entsprechend behandelt und weisen so bereits einen natürlichen Schutz auf. Dieser kann erhöht werden, wenn Sie Ihr Rahmenmaterial alle 3 bis 5 Jahre mit einer Schutzlasur behandeln und in größeren Intervallen neu lackieren.


    Wertigkeit

    Bild: Ein Holzfenster während des Einbaus
    Je nach Herstellungsprozess haben Fenster eine unterschiedliche Wertigkeit. | © Yuriy Golub / shutterstock.com

    Die Wertigkeit von Fensterrahmen hängt immer auch mit dem Preis zusammen. Dieser ergibt sich sowohl aus dem Wert des Materials selbst als auch durch den Aufwand im Herstellungsprozess. Daher unterscheiden sich die unterschiedlichen Fenstermaterialien preislich zum Teil deutlich voneinander. Mit ca. 500 Euro pro Fenster ist Kunststoff das günstigste Rahmenmaterial. Das liegt an dem relativ einfachen Herstellungsprozess.

    Holz muss hingegen weitaus mehr Bearbeitungsschritte durchlaufen, ehe man dieses für den Fensterbau nutzen kann. Der Preis für Holzfenster liegt mit 700 Euro auch deswegen ein gutes Stück höher. Bei Aluminium ist ebenfalls die Herstellung, aber vor allem die Gewinnung des Rohstoffs Bauxit, für den Preis von etwa 900 Euro verantwortlich. Bei knapp 750 Euro aufwärts liegen die Preise für Holz-Alu-Fenster. Das liegt daran, dass hier die Stärken zweier hochwertiger Materialien miteinander verbunden werden. Auch die aufwendigere Herstellung schlägt sich im Preis nieder.

    Denkmalschutz

    Beim Denkmalschutz von historischen Gebäuden besteht die Herausforderung darin, den Stil und das Erscheinungsbild von Holzfensterrahmen nicht zu verändern, aber trotzdem die modernen Ansprüche an Dämmung (maximaler U-Wert 1,3) und Witterungsschutz zu integrieren. Holzfenster sind beim Denkmalschutz in der Regel die bevorzugte Variante, da das Ziel der Denkmalschutzbehörde zunächst immer der Erhalt des Originals ist. Erst an zweiter Stelle können auch hochwertige Kunststofffenster unter gewissen Voraussetzungen eine Alternative darstellen, z. B. wenn sie die Optik der Fassade hinsichtlich Form und Farbe nicht verändern. Eine noch größere Rolle spielt das Design: so müssen beispielsweise Sprossen, Zierprofile und Öffnungsart zum Erscheinungsbild passen.

    Besonders große Fensterflächen

    Große Fensterflächen sorgen dafür, dass Ihr Heim freundlicher, heller und einladender wirkt. Zudem können - je nach Lage - durch die erhöhte Sonneneinstrahlung Energiekosten eingespart werden. Besonders gut eignen sich Aluminiumrahmen für große Fensterflächen. Das liegt daran, dass Aluminium ein vergleichsweise leichtes, aber stabiles Material ist.

    Auch Kunststofffenster liefern eine enorme Vielfalt hinsichtlich der Größe und Form, sind aber bei der Höhe auf 2,40 Meter beschränkt. Holz- und Holz-Alu-Fenster sind noch schwerer und daher ab einer gewissen Größe hinsichtlich der Bedienbarkeit eingeschränkt. Bei steigender Größe erhöht sich das Gewicht, sodass Sie die Fenster nicht mit einem einfachen Handgriff öffnen können. Zudem bestehen teilweise auch Einschränkungen bezüglich der Windlast der Fenster. Wenn Sie z. B. in den Bergen oder anderen Regionen leben, bei denen eine große Windkraft auf Ihr Gebäude einwirkt, sind besonders große Fensterflächen nicht ratsam.


    Staatliche Förderung - Zuschüsse und Kredite

    Bild: Ein Fenster im Eigenheim mit staatlicher Förderung
    Auch für neue Fenster können Sie eine staatliche Förderung erhalten. | © Mindscape studio / shutterstock.com

    Die staatliche Förderung für energetische Maßnahmen wie neue Fenster hängt in erster Linie nicht vom verwendeten Rahmenmaterial ab, sondern vom Wärmedurchgangskoeffizienten, auch als U-Wert bezeichnet. Dieser darf sowohl beim Kunststofffenster als auch beim Holzfenster, Aluminiumfenster oder Holz-Alu-Fenster den Wert 0,95 nicht übersteigen. Das ist mit einer 3-fach Verglasung fast immer möglich. Fenster mit 2-fach Verglasungen können den geforderten Wert nur in seltenen Fällen erreichen.

    Bei Erfüllung dieser Anforderung können Sie für Ihre Fenstersanierung Zuschüsse und Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhalten. Über das Programm 152 erhalten sie einen Kredit von maximal 50.000 Euro, der einen Tilgungszuschuss von 20 Prozent beinhaltet. KfW 430 ist hingegen ein direkter Zuschuss, bei dem Sie 20 Prozent (max. 10.000 Euro) ihrer förderfähigen Investitionskosten erhalten. Der Antrag muss gestellt werden, bevor Sie mit der Maßnahme beginnen.

    Neben der energetischen Förderung bietet die KfW weitere Programme an, die Ihre Investition in neue Fenster reduzieren können. Barrierefreiheit sowie Einbruchschutz werden über den Kredit 159 mit bis zu 50.000 Euro gefördert, KfW 455-B ist ein Zuschuss, der mit maximal 6.250 Euro den Abbau von Barrieren für mehr Wohnkomfort belohnt. Bei KfW 455-E winken Ihnen bis zu 1.600 Euro, wenn Sie bei der Planung Ihrer neuen Fenster den Einbruchschutz berücksichtigen.

    0,95 - der entscheidende U-Wert

    FenstermaterialFörderung KfWU-Wert
    KunststofffensterProgramm 152: Kredit bis zu 50.000 € inklusive 20 % Tilgungszuschuss


    Programm 430: Zuschuss in Höhe von 20 % Ihrer Investitionskosten (max. 10.000 €)
    0,95 und niedriger
    Holzfenster
    Aluminiumfenster
    Holz-Alu-Fenster

    Eine weitere Möglichkeit, von staatlicher Unterstützung beim Kauf neuer Fenster zu profitieren, ist der Steuerbonus. Das bedeutet, dass Sie 20 Prozent Ihrer Sanierungskosten über drei Jahre verteilt von der Steuer absetzen können.


    Tipps zu Pflege und Wartung

    Hochwertige Fensterrahmen sind das Hauptkriterium, wenn Sie mehrere Jahrzehnte etwas von Ihrer Sanierung haben wollen. Um die Haltbarkeit weiter zu erhöhen, sollten Sie das jeweilige Fenstermaterial entsprechend pflegen. Dafür ist nicht immer ein großer Aufwand nötig, aber wenn Sie die hier aufgeführten Tipps berücksichtigen, ist es trotzdem effektiv. Nicht immer ist zudem der Austausch des kompletten Fensterrahmen inklusive Flügel und Zarge sinnvoll.

    Verglasung austauschen und Fensterrahmen behalten

    Wenn Sie sich für eine Sanierung entschieden haben, ist es nicht immer notwendig, Ihr komplettes Fenster auszutauschen, vor allem wenn Ihr Fensterrahmen mit Beschlägen und Dichtungen noch voll funktionsfähig ist. Sinnvoll ist der Austausch der Verglasung vor allem dann, wenn die Scheiben beschädigt, gesprungen oder verfärbt sind. Die Kosten für moderne, wärmedämmende Verglasung liegen bei ca. 100 Euro.

    Wenn Ihre Fenster älter sind, ganz besonders wenn sie vor 1995 verbaut wurden, reicht ein einfacher Austausch der Verglasung nicht mehr aus. Da diese in der Regel keine Wärmeschutzverglasung haben und auch beim Lärm- und Schallschutz nicht mehr den neuesten Ansprüchen entsprechen, ist hier der Fenstertausch inklusive Rahmen die einzig sinnvolle Option. Damit können Sie den Energieverlust mindestens halbieren und sparen langfristig Kosten ein.

    Wann macht der Fenstertausch Sinn?

    Gründe für Austausch VerglasungGründe für Austausch ganzes Fenster
    Risse oder Schaden im FensterglasVerbesserte Wärmedämmung
    Verbesserter Lärm- & Schallschutz
    Höhere Einbruchsicherung
    Fensterrahmen ist verzogen oder beschädigt
    Fensterglas ist verfärbtGrößere Gestaltungsfreiheit
    Modernes Design
    Verbesserte Luftzirkulation

    Fensterrahmen richtig pflegen

    Bild: Ein Fenster wird von einer Person gereinigt
    Mit der richtigen Pflege erhöhen Sie die Lebensdauer Ihrer Fenster. | © Billion Photos / shutterstock.com

    Um lange etwas von Ihren Fensterrahmen zu haben, spielt neben hochwertiger Qualität auch die richtige Pflege eine Rolle. Dabei unterscheiden sich die unterschiedlichen Fenstermaterialien hinsichtlich des Aufwands und der korrekten Maßnahmen. Bei einem Holzfenster müssen Sie z. B. mehr beachten als beim Aluminiumrahmen, um das Material zu erhalten.

    Ein Teil der Pflege ist natürlich die Grundreinigung der Fensterrahmen, die bei allen Fenstermaterialien mindestens einmal pro Jahr erfolgen sollte. Bei einem Kunststofffenster ist das Entfernen von Verschmutzungen aufgrund der glatten Oberfläche relativ einfach möglich. Bei der Reinigung sollten Sie auf Mittel mit aggressiven Inhaltsstoffen wie z. B. Scheuermilch verzichten. Ein einfaches Gemisch aus Spülmittel und Wasser reicht aus. Bei hartnäckigen Flecken gibt es spezielle Kunststoffreiniger. Hinzu kommt, dass Sie im Zuge einer Wartung einmal im Jahr sowohl Dichtungen als auch Scharniere pflegen sollten. Für Scharniere empfiehlt sich z. B. das Einreiben mit Schmieröl, für Dichtungen eignen sich spezielle Pflegeprodukte, Spülwasser oder auch Silikonfett für Autos.

    Das gilt gleichermaßen auch für Holzfenster, bei denen darüber hinaus noch weitere Vorkehrungen getroffen werden müssen. Im Abstand von 3 bis 5 Jahren benötigen Holzfenster einen neuen Anstrich, um gegen wechselnde Witterungsbedingungen gewappnet zu sein. Dabei könnten Sie auch eine neue Farbe wählen, sodass die Optik einfach verändert werden kann, ohne dass Sie gleich das komplette Fenster tauschen müssen. Das Auftragen einer Pflegeemulsion (zweimal pro Jahr) sorgt zudem dafür, dass sich der Pflegeaufwand für Holzfenster in Grenzen hält.

    Aluminiumfenster und Holz-Alu-Fenster sind die Varianten, die als besonders pflegeleicht gelten. Da die Rahmen aus Aluminium äußerst robust sind, reicht eine einfache Reinigung mit Wasser und Haushaltsreiniger 1- bis 2-mal pro Jahr vollkommen aus. Um sich möglichst lange an dem Glanz zu erfreuen, helfen auch hier spezielle Aluminium-Pflegemittel. Diese sollten jedoch säure- und harzfrei sein, um den Korrosionsschutz des Fenstermaterials nicht zu beeinträchtigen.


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